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Stundensatz-Rechner Maler & Lackierer 2026

Was kostet ein Maler 2026 pro Stunde — und was musst du als Maler oder Lackierer selbst berechnen, um kostendeckend zu arbeiten? Beides steht hier: aktuelle Stundenlöhne, Preise pro m², die Kalkulation Schritt für Schritt und ein kostenloser Rechner, der dir in 2 Minuten deine echte Untergrenze zeigt.

DSGVO-konform Kein Email-Zwang Branchen-Benchmarks 2026

Deine Zahlen

Alles anpassbar. Änderung → sofort neuer Stundensatz rechts.

Was du netto in der Tasche haben willst.
Fahrzeug, Werkzeug, Büro, Versicherungen, Software.
Realistisch sind 4-6 Stunden. Der Rest geht für Fahrt, Angebote, Orga drauf.
Tage
365 − Wochenenden − Urlaub − Krankheit − Feiertage ≈ 220.
Freiwillig gesetzlich ≈ 400-600 €, privat sehr variabel.
Rürup, ETF, Handwerkerrente. Dringend empfohlen.
Reserve für Investitionen, schlechte Jahre, Wachstum. Marktüblich: 10-20 %.
Steuerliche Behandlung des Unternehmerlohns unterscheidet sich.
Dein Mindest-Stundensatz
64 €
netto / Std.
Brutto an Kunden (mit 19 % USt): 76,70 €
⚠️
Wenn du aktuell nur 45 €/Std. berechnest, verlierst du pro Jahr 21.400 € — gegenüber deinem echten Kostensatz.
Kostenaufstellung pro Jahr
Unternehmerlohn (netto)
36.000 €
Einkommensteuer (geschätzt)
6.900 €
Krankenversicherung
5.400 €
Rente & Rücklagen
0 €
Betriebskosten
15.000 €
Gewinnaufschlag
7.600 €
Gesamt / Jahr
70.900 €
Produktive Stunden
1.100 h
Marktvergleich Maler & Lackierer Deutschland
0 € Markt: 45-75 €/Std. 120 €
Kostenlos

Dein Satz steht. Kommen auch genug Anfragen rein?

Die meisten Aufträge im Handwerk starten heute in Google Maps. Ich schaue mir dein Google-Unternehmensprofil an — Kategorie, Bewertungen, Fotos, Einzugsgebiet — und schicke dir schriftlich, was dich Anfragen kostet. Kein Anruf, kein Abo.

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* Die Berechnung dient als Orientierungshilfe. Ergebnisse sind unverbindlich und ersetzen keine individuelle Beratung durch einen Steuerberater oder Unternehmensberater.

Kurz & knapp

Der Stundensatz für Maler und Lackierer in Deutschland liegt 2026 marktüblich zwischen 45 € und 75 € netto (ohne USt) — in Ballungsräumen und bei Spezialtechniken bis zu 90 €. Die Kalkulation umfasst: 1) Brutto-Unternehmerlohn, 2) Lohnnebenkosten (KV, Rente, BG Bau), 3) Betriebskosten (Fahrzeug, Leitern, Spritzgerät, Abdeckmaterial), 4) Gewinnzuschlag von 10-20 %. Der kostendeckende Stundensatz für Einzel-Maler liegt typischerweise bei 55-75 € netto. Im Sommer sind die produktiven Stunden oft höher, im Winter niedriger.

Grundlagen

Wie wird der Stundensatz für Maler & Lackierer berechnet?

Der Stundenverrechnungssatz (kurz: SVS) ist die zentrale Kennzahl in der Handwerker-Kalkulation. Er bildet den Preis pro Stunde, den du einem Kunden in Rechnung stellen musst, um all deine Kosten zu decken und zusätzlich Gewinn zu erwirtschaften. für Maler & Lackierer als Einzelunternehmer gibt es einige Besonderheiten, die oft übersehen werden.

Maler arbeiten oft saisonal: Frühling-Herbst hohe Auslastung, Winter weniger Außenaufträge. Plane diesen Schwanken-Effekt in der Jahreskalkulation ein.

Spezialisierungen (Naturfarben, Denkmalschutz, Industrieanstriche) erlauben höhere Stundensätze — 75-95 €/Std.

Die Grundformel

SVS = (Unternehmerlohn + Lohnnebenkosten + Betriebskosten) × (1 + Gewinnzuschlag)
      ÷ produktive Jahresstunden

1. Unternehmerlohn

Der Unternehmerlohn ist das, was du als Geschäftsinhaber für dich selbst verdienen willst — und zwar brutto, also vor Einkommensteuer. Viele Handwerker setzen hier viel zu wenig an, weil sie nur ihren Netto-Wunsch im Kopf haben. Faustregel: Wenn du 3.000 € netto pro Monat willst, musst du bei rund 42.000-45.000 € Brutto-Jahresgehalt landen. Der Unterschied ist die Einkommensteuer (14-42 %, progressiv).

2. Lohnnebenkosten (bei dir selbst)

Als Angestellter zahlt dein Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben — als Selbstständiger trägst du alles selbst:

  • Krankenversicherung: freiwillig gesetzlich ca. 400-600 €/Monat, privat stark variabel
  • Rentenversicherung: optional (Rürup-Rente, Basisrente, ETF-Sparpläne)
  • Unfallversicherung / Berufsgenossenschaft: für Handwerker Pflicht
  • Pflegeversicherung: an KV gekoppelt

Lohnnebenkosten summieren sich für einen Einzelbetrieb schnell auf 8.000-14.000 €/Jahr.

3. Betriebskosten (Gemeinkosten)

Typische Kostenposten für Maler & Lackierer:

  • Fahrzeug: Transporter inkl. Leitergestell ≈ 4.500-7.500 €/Jahr
  • Werkzeug & Maschinen: Airless-Spritzgerät, Leitern, Schleifmaschinen, Rollen/Pinsel ≈ 1.500-3.500 €/Jahr
  • Abdeckmaterial: Malervlies, Folie, Klebeband — Verbrauchsmaterial ≈ 500-1.500 €/Jahr
  • Büro & Werkstatt: Miete, Strom, Mischplatz ≈ 2.000-4.500 €/Jahr
  • Software & Administration: Angebotssoftware, Steuerberater ≈ 1.500-3.000 €/Jahr
  • Versicherungen: Haftpflicht (wichtig wegen Lack-/Farbschäden), Rechtsschutz ≈ 1.200-2.000 €/Jahr
  • BG Bau & Weiterbildung: Pflichtbeiträge, Gesundenuntersuchungen ≈ 800-1.500 €/Jahr

4. Produktive Stunden pro Jahr

Hier machen viele Handwerker den entscheidenden Denkfehler. 365 Tage × 8 Stunden = 2.920 — die rechnen aber niemals kostendeckend. Realität:

  • 365 Tage − 104 Wochenenden − 30 Urlaub − 10 Krankheit − 10 Feiertage = ~211 Arbeitstage
  • Von 8 Stunden am Tag sind typischerweise nur 5-6 Stunden verrechenbar — der Rest: Anfahrt, Angebote, Material, Büro
  • Realistisch: 1.200-1.500 produktive Stunden pro Jahr

5. Gewinnzuschlag

Der Gewinnzuschlag (10-20 %) ist kein Luxus. Er deckt:

  • Rücklagen für unvorhergesehene Ausfälle (Krankheit, Zahlungsausfall)
  • Investitionen in bessere Werkzeuge und Maschinen
  • Wachstum: später vielleicht einen Gesellen einstellen
  • Unternehmerisches Risiko — das du als Angestellter nicht hättest

Beispielrechnung Maler & Lackierer 2026

Einzelunternehmer, Wunsch-Nettogehalt 3.000 €/Monat, Betriebskosten 14.000 €/Jahr, freiwillige gesetzliche KV 450 €/Monat, 5 Stunden verrechenbar pro Tag, 220 Arbeitstage, 12 % Gewinnzuschlag:

  • Brutto-Unternehmerlohn: ~43.000 €
  • Krankenversicherung: 5.400 €
  • Betriebskosten: 14.000 €
  • Summe: 62.400 €
  • Produktive Stunden: 5 × 220 = 1.100 h
  • Mit 12 % Gewinn: ~63 €/Std. netto
  • Brutto für Kunden (+19 % USt): ~75 €/Std.

Wer bei 45 €/Std. bleibt, verliert bei dieser Kalkulation rund 19.800 € pro Jahr — nicht, weil er „zu wenig verdient", sondern weil seine eigentlichen Kosten nicht gedeckt sind.

Marktübersicht

Stundensätze für Maler & Lackierer 2026 nach Bundesland

Orientierungswerte für Netto-Stundensätze (Einzelunternehmer, ohne USt). Stadtwerte liegen meist 10-20 % höher.

Bundesland Geselle Einzel­unternehmer
Bayern 50 € 68 €
Baden-Württemberg 52 € 70 €
Hessen 50 € 67 €
Nordrhein-Westfalen 47 € 63 €
Hamburg 54 € 75 €
Berlin 47 € 63 €
Sachsen 40 € 54 €
Brandenburg 42 € 56 €
Niedersachsen 46 € 62 €
Rheinland-Pfalz 47 € 63 €

Quellen: Handwerkskammer-Erhebungen, StepStone-Gehaltsatlas, Handwerk-Magazin 2026. Werte sind Mittelwerte — dein individueller Stundensatz hängt von Spezialisierung, Erfahrung und Standort ab.

Preisspannen 2026

Was kostet ein Maler pro Auftragstyp?

Realistische Preisspannen 2026 — reine Arbeitskosten ohne Material. Endpreise hängen von Untergrund, Vorarbeiten und Region ab.

Auftragstyp Preisspanne
Innenanstrich Wände (2× Farbauftrag) Bei stark saugendem oder beschädigtem Untergrund kommen Grundierung und Spachtelarbeiten dazu. 8–15 €/m²
Decke streichen Über Kopf, daher aufwändiger als Wandfläche — Risse und Wasserflecken erhöhen den Preis. 10–18 €/m²
Tapezieren (Vlies / Raufaser) Mustertapeten und Fototapeten mit Ansatz deutlich teurer, weil Verschnitt und Zeit steigen. 15–25 €/m²
Fassadenanstrich (außen) Inklusive Gerüst, Reinigung und Grundierung — Altbau mit Rissen am oberen Ende. 25–50 €/m²
Lackierarbeiten (Türen, Zargen, Heizkörper) Schleifen, Grundieren, 2× lackieren — bei Altlack mit Abbeizen mehr. 40–90 € pro Stück
Spezialtechnik (Lasur, Spachtel, Beton-Optik) Mehrschichtige Dekortechniken sind Spezialwissen — entsprechend hoher Stundenwert. 35–90 €/m²
Kalkulation

Malerarbeiten kalkulieren: von der Flächenleistung zum m²-Preis

Die meisten Maler kalkulieren rückwärts: Sie schauen, was der Wettbewerb pro Quadratmeter nimmt, und rechnen sich daran entlang. Sauber geht es andersherum — vom eigenen Stundensatz über die eigene Flächenleistung zum Preis. Die Rechnung ist simpel: m²-Preis = Stundensatz ÷ Flächenleistung. Bei 60 €/Std. und 6 m²/Std. Wandanstrich sind das 10 €/m². Schaffst du nur 4 m²/Std., weil der Altbau Ecken, Nischen und Heizkörper hat, sind es 15 €/m² — derselbe Stundensatz, ein völlig anderer Angebotspreis. Deshalb ist die Flächenleistung die Zahl, die du kennen musst: Notiere bei drei, vier Aufträgen die tatsächlich gestrichene Fläche und die reine Arbeitszeit, dann hast du deine eigenen Werte statt fremder Tabellen. Der zweite Fehler steckt in den Nebenzeiten. Abkleben, Abdecken, Möbelrücken, Grundierung, Reinigung und Entsorgung sind Arbeitszeit — sie verschwinden aber gern in der Kulanz und fressen die Marge. Wer sie als eigene Positionen ausweist, verkauft nicht teurer, sondern ehrlicher. Deinen Stundensatz als Ausgangsgröße rechnest du oben im Rechner aus. Die konkreten Zahlen dahinter — Flächenleistungen für 30 Positionen, Zuschlagssätze, Aufmaß-Regeln und eine Angebotsvorlage zum Kopieren — stehen in der kostenlosen Kalkulationshilfe für Malerarbeiten; die dahinterliegenden Fixkosten in der Übersicht zu den Gemeinkosten im Handwerk.

  • Wandanstrich glatt, 2× Auftrag: ca. 5-7 m²/Std. — Altbau mit Nischen und Heizkörpern eher 3-5 m²/Std.
  • Decke streichen: ca. 4-6 m²/Std. — Überkopfarbeit kostet spürbar mehr Zeit
  • Tapezieren (Vlies/Raufaser): ca. 3-5 m²/Std., Mustertapete mit Ansatz deutlich weniger
  • Spachteln Q2/Q3: ca. 2-4 m²/Std. je Arbeitsgang — mehrere Gänge einplanen
  • Nebenzeiten: Abkleben, Abdecken, Grundierung, Entsorgung mit 15-25 % der reinen Anstrichzeit ansetzen
Betriebsgröße

Warum ein größerer Malerbetrieb mehr kostet — und trotzdem gewinnt

Der Stundensatz hängt weniger am Können als an der Struktur dahinter. Ein Solo-Selbstständiger kalkuliert 50-68 €/Std., ein Kleinbetrieb mit ein bis drei Gesellen 58-78 €, ein mittlerer Betrieb ab etwa fünf Mitarbeitern 68-90 €. Der Aufschlag ist keine Marge, sondern Apparat: Büro, Angebotswesen, Bauleitung, Fahrzeugflotte, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Gewährleistungsrücklage. Für dich als Einzelbetrieb heißt das zweierlei. Erstens: Du kannst günstiger sein, ohne dich zu verkaufen — aber nicht beliebig, denn deine Fixkosten verteilen sich auf viel weniger Stunden. Zweitens: Du verlierst Aufträge nicht am Preis, sondern an der Vertretungsfrage — wer allein arbeitet, muss Termintreue anders belegen als über die Betriebsgröße. Eine schnelle Gegenprobe für den eigenen Satz liefert die Faustformel aus der Betriebswirtschaft: Bruttostundenlohn eines Gesellen × 2,8 bis 3,5. Bei 20 €/Std. Gesellenlohn landet man so bei 56-70 €/Std. — liegt dein kalkulierter Satz deutlich darunter, fehlt in der Rechnung ein Kostenblock.

  • Solo-Selbstständig: 50-68 €/Std. — niedrigste Gemeinkosten, aber auch keine Vertretung
  • Kleinbetrieb (1-3 Gesellen): 58-78 €/Std. — Lohnnebenkosten und Ausfallzeiten kommen dazu
  • Mittlerer Betrieb (ab ca. 5 Mitarbeitern): 68-90 €/Std. — Bauleitung, Büro, Fuhrpark
  • Faustformel zur Gegenprobe: Bruttostundenlohn Geselle × 2,8-3,5
Abrechnungsmodell

Stundensatz, Quadratmeterpreis oder Festpreis?

Im Malerhandwerk wird selten nach Stunden abgerechnet — die meisten Aufträge laufen über Quadratmeterpreise oder einen Festpreis. Der Grund: Eine gestrichene Wand ist messbar, der Aufwand gut kalkulierbar. Der Stundensatz bleibt trotzdem die Basis jeder seriösen Kalkulation — der m²-Preis ist nichts anderes als dein Stundensatz, geteilt durch deine Flächenleistung pro Stunde. Nach Stunden rechnest du dort ab, wo der Aufwand vorab unklar ist: Untergrund-Sanierung, Schimmelbeseitigung, Altbau mit unbekannter Substanz, kleine Ausbesserungen. Für den Auftraggeber gilt: Ein verbindlicher Kostenvoranschlag darf laut ständiger BGH-Rechtsprechung nur in geringem Umfang überschritten werden (Faustregel: 10-15 %). Wird mehr fällig, ohne dass der Maler rechtzeitig informiert, muss der Mehrbetrag nicht gezahlt werden.

  • Quadratmeterpreis sinnvoll bei: Neubau, glatte Wände, klar definierte Flächen
  • Festpreis sinnvoll bei: komplettem Wohnungsanstrich, Fassade, abgegrenzten Projekten
  • Stundensatz sinnvoll bei: Sanierung, Untergrundprobleme, Ausbesserungen, unklarem Aufwand
Saison & Auslastung

Warum dein Winter-Stundensatz höher sein muss

Maler und Lackierer arbeiten saisonal: Von Frühling bis Herbst läuft das Außengeschäft (Fassaden, Lacke, die trocknen müssen), im Winter bleibt vor allem Innenarbeit. Wer das nicht einkalkuliert, verdient im Sommer scheinbar gut und rutscht im Winter ins Minus. Die ehrliche Rechnung: Deine produktiven Stunden über das Jahr sind niedriger, als 220 Arbeitstage suggerieren — und genau diese Lücke muss dein Stundensatz auffangen. Welche Fixkosten in jeder Saison weiterlaufen — Fahrzeug, Versicherung, Leasing, Software — steht im Detail unter den Gemeinkosten im Handwerk. Wer die kennt, weiß auch, warum 45 €/Std. für einen Einzelbetrieb fast nie reichen.

Faire Preise

Worauf du als Auftraggeber achten solltest

Drei Regeln für eine faire Maler-Rechnung. Erstens: Hole mindestens drei Angebote ein und vergleiche, was enthalten ist — Abkleben, Abdecken, Grundierung und Entsorgung gehören zu einem sauberen Angebot, tauchen aber nicht immer auf. Zweitens: Stundensätze unter 45 €/Std. oder auffällig niedrige m²-Preise sind ein Warnsignal — meist wird an Vorarbeit (Grundierung, Spachteln) gespart, und das Ergebnis hält nicht. Drittens: Material sollte transparent ausgewiesen sein; ein Aufschlag von 15-30 % auf den Einkaufspreis ist branchenüblich. Einen professionellen Betrieb erkennst du auch an seinem Auftritt: Wer kein Impressum, keine Referenzen und keine erreichbare Website hat, ist schwer einzuschätzen — die häufigsten Website-Fehler im Handwerk sind genau solche Vertrauenskiller.

Was du vermeiden solltest

6 häufige Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation

Wer einen dieser Fehler macht, arbeitet faktisch für Mindestlohn — auch mit einem scheinbar hohen Stundensatz.

01

Unproduktive Zeit vergessen

Fahrtzeit, Angebote schreiben, Material holen — all das rechnen viele Handwerker nicht in ihren Stundensatz ein. Resultat: du arbeitest faktisch für Mindestlohn.

02

Eigenen Unternehmerlohn zu niedrig ansetzen

Du bezahlst dich selbst oft schlechter als einen Angestellten — obwohl du Risiko, Krankheit und Urlaub komplett selbst trägst. Rechne mindestens deinen Wunsch-Nettolohn ein.

03

Krankenversicherung & Altersvorsorge unterschlagen

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung kostet 400-600 €/Monat. Rente für später? Kommt nochmal drauf. Viele ignorieren das — und erleben böse Überraschungen.

04

Keinen Gewinnzuschlag kalkulieren

Ohne 10-20 % Gewinnaufschlag gibt es keine Rücklagen, keine Investitionen, kein Wachstum. Du arbeitest zwar, aber bleibst finanziell im Kreis.

05

Gemeinkosten unterschätzen

Werkzeug, Fahrzeug, Werkstatt, Software, Buchhalter, Versicherungen — für einen Einzelbetrieb summiert sich das schnell auf 12.000-20.000 € pro Jahr.

06

Sich am "günstigsten Wettbewerber" orientieren

Der billigste Anbieter im Ort ist meist der, der seine Kalkulation nicht kennt. Sein Preis ist kein Benchmark — er ist eine Warnung.

FAQ

Häufige Fragen zum Stundensatz für Maler & Lackierer

Wie hoch ist der Stundensatz für Maler in Deutschland 2026?
Marktüblich 45-75 € netto (ohne USt), in Großstädten bis 90 €. Solo-Selbstständige rechnen kostendeckend mit 55-75 € netto, Kleinbetriebe mit Gesellen liegen bei 60-80 €, Meisterbetriebe und Spezialisten bei 70-90 €/Std. Für Privatkunden kommen darauf noch 19 % Umsatzsteuer, sofern der Betrieb kein Kleinunternehmer nach §19 UStG ist.
Welche Besonderheiten gibt es bei Maler-Stundensätzen?
Maler haben oft saisonal schwankende Auslastung (weniger Außenarbeiten im Winter) und hohe Verschleißkosten bei Rollen, Pinseln und Abdeckmaterial. Außerdem wichtig: Haftpflichtversicherung — ein Lack-/Farbschaden am Boden kann schnell vierstellig werden.
Wie viele produktive Stunden habe ich pro Jahr als Maler?
Realistisch 1.200-1.400 Stunden. Bei 220 Arbeitstagen mit 5-6 abrechenbaren Stunden (Rest: Vorbereitung, Abkleben, Aufräumen, Fahrt). Im Winter bleibt durch weniger Außenaufträge oft nur Innenarbeit — planen.
Was kostet ein Maler pro Quadratmeter?
Innenanstrich (Wand 2x Farbauftrag): 8-15 €/m², Decke 10-18 €/m², Tapezieren 15-25 €/m². Außenfassade 25-50 €/m² reine Arbeitskosten. Spezialtechniken (Lasur, Struktur) deutlich höher.
Was kostet ein Maler die Stunde — und was bleibt ihm davon netto?
Für Auftraggeber liegt der Maler-Stundenlohn 2026 bei 45-75 € netto, in Ballungsräumen bis 90 €. Vom Rechnungsbetrag bleibt dem Betrieb aber nur ein Teil: Bei 65 € Stundensatz gehen rund 17-25 € an Betriebskosten (Fahrzeug, Gerüst, Spritzgerät, Abdeckmaterial, Versicherungen) und 9-14 € an Lohnnebenkosten und Vorsorge, dazu Umsatzsteuer, die ohnehin nur durchläuft. Als Unternehmerlohn verbleiben typischerweise 24-32 €/Std. Ein angestellter Malergeselle verdient brutto 19-23 €/Std. — kostet den Betrieb mit allen Nebenkosten aber 40-50 €/Std.
Wie kalkuliere ich Malerarbeiten — nach Stunden oder pro Quadratmeter?
Im Malerhandwerk wird überwiegend nach Fläche abgerechnet, doch der m²-Preis ist nichts anderes als dein Stundensatz geteilt durch deine Flächenleistung. Beispiel: 60 €/Std. bei 6 m²/Std. Wandanstrich ergibt 10 €/m². Wer die eigene Flächenleistung nicht kennt, kalkuliert im Blindflug. Nach Stunden rechnest du dort ab, wo der Aufwand vorab unklar ist — Untergrundsanierung, Schimmel, Altbau. Zuschläge nicht vergessen: Abkleben, Abdecken, Möbelrücken, Grundierung und Entsorgung sind Arbeitszeit und gehören in die Kalkulation, nicht in die Kulanz.
Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer auf meinen Stundensatz aufschlagen?
Als Kleinunternehmer nach §19 UStG (Vorjahresumsatz < 25.000 €) keine USt. Nettostundensatz = Bruttopreis für Kunden. Bei Regelbesteuerung kommen 19 % USt obendrauf.
Welche Werkzeug-Investitionen sollte ich einplanen?
Airless-Spritzgerät (1.500-3.000 €) verdoppelt die Flächenleistung — rentiert sich schnell. Gute Leitern (Teleskop, Gerüst) und hochwertige Rollen zahlen sich über weniger Ausschuss und Nacharbeit aus. Kalkuliere 1.500-3.500 €/Jahr für Werkzeugverschleiß und Ersatz.
Warum ist mein Stundensatz höher als der eines angestellten Malergesellen?
Ein Geselle verdient 19-23 €/Std. brutto — der Arbeitgeber trägt zusätzlich Lohnnebenkosten von rund 22 % Arbeitgeberanteil plus Urlaub, Krankheit, Werkzeug und anteilige Gemeinkosten und landet intern bei 40-50 €/Std. Als Selbstständiger trägst du alles selbst plus Risiko, Vorsorge und Auftragsflauten. 55-75 €/Std. netto sind deshalb für einen kostendeckenden Einzel-Maler ganz normal.
Lohnen sich Nischen-Spezialisierungen für Maler?
Definitiv. Naturfarben (Kalk, Lehm), Denkmalpflege, Industrieanstrich, Objektbau oder Effektlasuren bieten Stundensätze von 75-95 €/Std. Entscheidend ist Weiterbildung und Referenzen — nicht jeder kann das.
Wie hängt der Stundensatz von der Betriebsgröße ab?
Deutlich stärker, als die meisten erwarten — und zwar nach oben, nicht nach unten. Solo-Selbstständige liegen bei 50-68 €/Std., Kleinbetriebe mit ein bis drei Gesellen bei 58-78 €, mittlere Betriebe ab etwa fünf Mitarbeitern bei 68-90 €. Der Grund ist nicht Gier, sondern Struktur: Büro, Bauleitung, Fahrzeugflotte, Urlaubs- und Krankheitsvertretung und die Gewährleistungsrücklage laufen weiter, auch wenn niemand auf der Baustelle steht. Als Solo-Betrieb bist du zwar günstiger, hast dafür aber keine Vertretung — genau das ist für viele Auftraggeber der Grund, den größeren Betrieb zu nehmen.
Wie hoch ist der Stundensatz für Lackierer?
Bei Bau- und Objektlackierern entspricht er dem Malerbereich: 45-75 €/Std. netto, für Fenster-, Türen- und Treppenlackierung eher am oberen Ende, weil die Arbeit kleinteilig ist und in Stück statt in Quadratmetern abgerechnet wird. Nicht verwechseln mit dem Fahrzeuglackierer: Das ist ein eigenes Gewerk mit Lackierkabine, Trocknungstechnik und Herstellerfreigaben, dort liegen die Verrechnungssätze in der Regel bei 90-140 €/Std. und werden meist nach Arbeitswerten der Versicherer abgerechnet, nicht frei kalkuliert.

Stundensatz-Rechner für andere Gewerke

Tiefer einsteigen: Die komplette Kalkulationslogik mit Formel, Bundesland-Tabelle und typischen Fehlern findest du im Hauptartikel Stundensatz Handwerker 2026: 52-85 €? Formel + Bundesland-Check.

Kosten im Griff: Welche Gemeinkosten deinen Stundensatz in die Höhe treiben — und wie du sie korrekt umlegst — erklärt Gemeinkosten im Handwerk richtig kalkulieren.

Steuer-Status klären: Ob du Umsatzsteuer aufschlagen musst — und wann sich der Wechsel lohnt — zeigt der Wechsel-Guide Kleinunternehmer vs. Regelbesteuerung.

Dein Stundensatz stimmt — kommen auch genug Anfragen rein?

Die meisten Aufträge im Handwerk starten heute in Google Maps. Ich prüfe dein Google-Unternehmensprofil — Kategorie, Bewertungen, Fotos, Einzugsgebiet — und schicke dir schriftlich, was dich Anfragen kostet. Kostenlos, ohne Anruf, ohne Abo.

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