Stundensatz-Rechner Elektriker 2026
Was musst du pro Stunde wirklich berechnen, um als Elektriker kostendeckend zu arbeiten? Mess- und Prüfgeräte, Werkzeug für Schwach- und Starkstrom, Pflichtmessungen — das alles gehört in die Kalkulation. Der Rechner zeigt dir in 2 Minuten deine echte Untergrenze.
- Unternehmerlohn (netto)
- 36.000 €
- Einkommensteuer (geschätzt)
- 6.900 €
- Krankenversicherung
- 5.400 €
- Rente & Rücklagen
- 0 €
- Betriebskosten
- 15.000 €
- Gewinnaufschlag
- 7.600 €
- Gesamt / Jahr
- 70.900 €
- Produktive Stunden
- 1.100 h
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* Die Berechnung dient als Orientierungshilfe. Ergebnisse sind unverbindlich und ersetzen keine individuelle Beratung durch einen Steuerberater oder Unternehmensberater.
Der Stundensatz für Elektriker in Deutschland liegt 2026 marktüblich zwischen 55 € und 78 € brutto — bei PV- und E-Mobility-Spezialisierung bis 90 €. Die Kalkulation umfasst Brutto-Unternehmerlohn, Lohnnebenkosten (KV, Rente, BG), Betriebskosten (Mess- und Prüfgeräte, Kabelzieher, Akkuwerkzeug) und einen Gewinnzuschlag von 10-20 %. Der kostendeckende Stundensatz für Einzel-Elektriker liegt typischerweise bei 62-80 € netto.
Wie wird der Stundensatz für Elektriker & Elektroinstallateure berechnet?
Der Stundenverrechnungssatz (kurz: SVS) ist die zentrale Kennzahl in der Handwerker-Kalkulation. Er bildet den Preis pro Stunde, den du einem Kunden in Rechnung stellen musst, um all deine Kosten zu decken und zusätzlich Gewinn zu erwirtschaften. für Elektriker & Elektroinstallateure als Einzelunternehmer gibt es einige Besonderheiten, die oft übersehen werden.
Elektriker brauchen TREI-Eintrag bei VNB (Verteilnetzbetreiber), um Anschlüsse beim Netzbetreiber zu beantragen — Voraussetzung für die meisten Aufträge.
PV-Spezialisten (Photovoltaik-Anlagen ≤ 30 kWp) sind 2026 sehr gesucht. Stundensätze von 75-95 €/Std. üblich, Großaufträge bringen Material-Marge zusätzlich.
E-Mobility (Wallbox-Installation) ist Wachstumsmarkt — KfW-Förderfähig nur durch eingetragene Fachbetriebe.
Die Grundformel
SVS = (Unternehmerlohn + Lohnnebenkosten + Betriebskosten) × (1 + Gewinnzuschlag)
÷ produktive Jahresstunden 1. Unternehmerlohn
Der Unternehmerlohn ist das, was du als Geschäftsinhaber für dich selbst verdienen willst — und zwar brutto, also vor Einkommensteuer. Viele Handwerker setzen hier viel zu wenig an, weil sie nur ihren Netto-Wunsch im Kopf haben. Faustregel: Wenn du 3.000 € netto pro Monat willst, musst du bei rund 42.000-45.000 € Brutto-Jahresgehalt landen. Der Unterschied ist die Einkommensteuer (14-42 %, progressiv).
2. Lohnnebenkosten (bei dir selbst)
Als Angestellter zahlt dein Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben — als Selbstständiger trägst du alles selbst:
- Krankenversicherung: freiwillig gesetzlich ca. 400-600 €/Monat, privat stark variabel
- Rentenversicherung: optional (Rürup-Rente, Basisrente, ETF-Sparpläne)
- Unfallversicherung / Berufsgenossenschaft: für Handwerker Pflicht
- Pflegeversicherung: an KV gekoppelt
Lohnnebenkosten summieren sich für einen Einzelbetrieb schnell auf 8.000-14.000 €/Jahr.
3. Betriebskosten (Gemeinkosten)
Typische Kostenposten für Elektriker & Elektroinstallateure:
- Fahrzeug: Transporter mit Werkzeug- und Materialaufbau ≈ 4.500-7.500 €/Jahr
- Mess- und Prüfgeräte: Installationstester (z. B. Megger MFT), Multimeter, Strommesszange, Erdungsmessgerät ≈ 1.800-3.500 €/Jahr
- Akkuwerkzeug: Schrauber, Schlagbohrer, Säbelsäge inkl. Akku-System ≈ 1.000-2.500 €/Jahr
- Spezialwerkzeug: Kabelzieher, Crimpzangen, Abisolierwerkzeug, Verlegestange ≈ 800-2.000 €/Jahr
- Büro & Lager: Miete, Strom, Kleinteile-Sortiment ≈ 2.000-4.500 €/Jahr
- Software & Administration: Planungs- und Angebotssoftware (z. B. ELCAD, Pit cup), Steuerberater ≈ 1.500-3.500 €/Jahr
- Versicherungen: Haftpflicht mit Sachschaden-Deckung, Rechtsschutz, BG ≈ 1.300-2.500 €/Jahr
- Pflicht-Schulungen: TREI-Eintrag, VDE-Update, E-Mobility-Schulung ≈ 500-1.500 €/Jahr
4. Produktive Stunden pro Jahr
Hier machen viele Handwerker den entscheidenden Denkfehler. 365 Tage × 8 Stunden = 2.920 — die rechnen aber niemals kostendeckend. Realität:
- 365 Tage − 104 Wochenenden − 30 Urlaub − 10 Krankheit − 10 Feiertage = ~211 Arbeitstage
- Von 8 Stunden am Tag sind typischerweise nur 5-6 Stunden verrechenbar — der Rest: Anfahrt, Angebote, Material, Büro
- Realistisch: 1.200-1.500 produktive Stunden pro Jahr
5. Gewinnzuschlag
Der Gewinnzuschlag (10-20 %) ist kein Luxus. Er deckt:
- Rücklagen für unvorhergesehene Ausfälle (Krankheit, Zahlungsausfall)
- Investitionen in bessere Werkzeuge und Maschinen
- Wachstum: später vielleicht einen Gesellen einstellen
- Unternehmerisches Risiko — das du als Angestellter nicht hättest
Beispielrechnung Elektriker 2026
Einzelunternehmer, Wunsch-Nettogehalt 3.100 €/Monat, Betriebskosten 14.000 €/Jahr, freiwillige gesetzliche KV 460 €/Monat, 5 Stunden verrechenbar pro Tag, 220 Arbeitstage, 13 % Gewinnzuschlag:
- Brutto-Unternehmerlohn: ~44.000 €
- Krankenversicherung: 5.520 €
- Betriebskosten: 14.000 €
- Summe: 63.520 €
- Produktive Stunden: 5 × 220 = 1.100 h
- Mit 13 % Gewinn: ~68 €/Std. netto
- Brutto für Kunden (+19 % USt): ~80,9 €/Std.
Wer bei 45 €/Std. bleibt, verliert bei dieser Kalkulation rund 23.000 € pro Jahr — nicht, weil er „zu wenig verdient", sondern weil seine eigentlichen Kosten nicht gedeckt sind.
Stundensätze für Elektriker & Elektroinstallateure 2026 nach Bundesland
Orientierungswerte für Netto-Stundensätze (Einzelunternehmer, ohne USt). Stadtwerte liegen meist 10-20 % höher.
| Bundesland | Geselle (angestellt) | Meister | Einzelunternehmer |
|---|---|---|---|
| Bayern | 50 € | 72 € | 68 € |
| Baden-Württemberg | 52 € | 75 € | 70 € |
| Hessen | 50 € | 72 € | 68 € |
| Nordrhein-Westfalen | 47 € | 68 € | 64 € |
| Hamburg | 55 € | 80 € | 74 € |
| Berlin | 47 € | 68 € | 64 € |
| Sachsen | 39 € | 58 € | 54 € |
| Brandenburg | 41 € | 60 € | 56 € |
| Niedersachsen | 46 € | 67 € | 62 € |
| Rheinland-Pfalz | 46 € | 67 € | 63 € |
Quellen: Handwerkskammer-Erhebungen, StepStone-Gehaltsatlas, Handwerk-Magazin 2026. Werte sind Mittelwerte — dein individueller Stundensatz hängt von Spezialisierung, Erfahrung und Standort ab.
6 häufige Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation
Wer einen dieser Fehler macht, arbeitet faktisch für Mindestlohn — auch mit einem scheinbar hohen Stundensatz.
Unproduktive Zeit vergessen
Fahrtzeit, Angebote schreiben, Material holen — all das rechnen viele Handwerker nicht in ihren Stundensatz ein. Resultat: du arbeitest faktisch für Mindestlohn.
Eigenen Unternehmerlohn zu niedrig ansetzen
Du bezahlst dich selbst oft schlechter als einen Angestellten — obwohl du Risiko, Krankheit und Urlaub komplett selbst trägst. Rechne mindestens deinen Wunsch-Nettolohn ein.
Krankenversicherung & Altersvorsorge unterschlagen
Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung kostet 400-600 €/Monat. Rente für später? Kommt nochmal drauf. Viele ignorieren das — und erleben böse Überraschungen.
Keinen Gewinnzuschlag kalkulieren
Ohne 10-20 % Gewinnaufschlag gibt es keine Rücklagen, keine Investitionen, kein Wachstum. Du arbeitest zwar, aber bleibst finanziell im Kreis.
Gemeinkosten unterschätzen
Werkzeug, Fahrzeug, Werkstatt, Software, Buchhalter, Versicherungen — für einen Einzelbetrieb summiert sich das schnell auf 12.000-20.000 € pro Jahr.
Sich am "günstigsten Wettbewerber" orientieren
Der billigste Anbieter im Ort ist meist der, der seine Kalkulation nicht kennt. Sein Preis ist kein Benchmark — er ist eine Warnung.
Häufige Fragen zum Stundensatz für Elektriker & Elektroinstallateure
Wie hoch ist der Stundensatz für Elektriker in Deutschland 2026?
Welche Besonderheiten gibt es bei Elektriker-Stundensätzen?
Wie viele produktive Stunden habe ich pro Jahr als Elektriker?
Lohnt sich die Photovoltaik-Zertifizierung?
Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer auf meinen Stundensatz aufschlagen?
Was kostet eine Elektroinstallation pro Wohneinheit?
Welche Versicherungen sind für Elektriker Pflicht?
Lohnt sich Spezialisierung auf Smart Home und KNX?
Tiefer einsteigen: Die komplette Kalkulationslogik mit Formel, Bundesland-Tabelle und typischen Fehlern findest du im Hauptartikel Stundensatz Handwerker 2026: 52-85 €? Formel + Bundesland-Check.
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