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Stundensatz-Rechner Zimmerer 2026

Was kostet ein Zimmermann 2026 pro Stunde — und was musst du als selbstständiger Zimmerer verrechnen, um nicht draufzuzahlen? Höhenarbeit, Wetterausfälle, schwere Holzkonstruktionen und teures Spezialwerkzeug ziehen den Stundenlohn nach oben. Hier sind aktuelle 2026-Zahlen, der Bundesland-Vergleich, Preise pro Auftragstyp und ein Rechner, der dir in 2 Minuten deine echte Untergrenze ausspuckt.

DSGVO-konform Kein Email-Zwang Branchen-Benchmarks 2026

Deine Zahlen

Alles anpassbar. Änderung → sofort neuer Stundensatz rechts.

Was du netto in der Tasche haben willst.
Fahrzeug, Werkzeug, Büro, Versicherungen, Software.
Realistisch sind 4-6 Stunden. Der Rest geht für Fahrt, Angebote, Orga drauf.
Tage
365 − Wochenenden − Urlaub − Krankheit − Feiertage ≈ 220.
Freiwillig gesetzlich ≈ 400-600 €, privat sehr variabel.
Rürup, ETF, Handwerkerrente. Dringend empfohlen.
Reserve für Investitionen, schlechte Jahre, Wachstum. Marktüblich: 10-20 %.
Steuerliche Behandlung des Unternehmerlohns unterscheidet sich.
Dein Mindest-Stundensatz
64 €
netto / Std.
Brutto an Kunden (mit 19 % USt): 76,70 €
⚠️
Wenn du aktuell nur 58 €/Std. berechnest, verlierst du pro Jahr 21.400 € — gegenüber deinem echten Kostensatz.
Kostenaufstellung pro Jahr
Unternehmerlohn (netto)
36.000 €
Einkommensteuer (geschätzt)
6.900 €
Krankenversicherung
5.400 €
Rente & Rücklagen
0 €
Betriebskosten
15.000 €
Gewinnaufschlag
7.600 €
Gesamt / Jahr
70.900 €
Produktive Stunden
1.100 h
Marktvergleich Zimmerer Deutschland
0 € Markt: 58-90 €/Std. 120 €
Kostenlos

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Die meisten Aufträge im Handwerk starten heute in Google Maps. Ich schaue mir dein Google-Unternehmensprofil an — Kategorie, Bewertungen, Fotos, Einzugsgebiet — und schicke dir schriftlich, was dich Anfragen kostet. Kein Anruf, kein Abo.

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* Die Berechnung dient als Orientierungshilfe. Ergebnisse sind unverbindlich und ersetzen keine individuelle Beratung durch einen Steuerberater oder Unternehmensberater.

Kurz & knapp

Der Stundensatz für Zimmerer in Deutschland liegt 2026 marktüblich zwischen 58 € und 90 € brutto — bei Holzrahmenbau- und Modulbau-Spezialisten bis 95 €. Der Stundenlohn eines selbstständigen Zimmermanns ist dabei etwas anderes als der Lohn eines angestellten Gesellen (18-24 € brutto): Die Kalkulation umfasst Brutto-Unternehmerlohn, Lohnnebenkosten (KV, Rente, BG Bau hoch wegen Höhenarbeit), Betriebskosten (Pritschenwagen, Kran/Anhänger, Werkstatt, Sicherungsausrüstung) und einen Gewinnzuschlag von 10-20 %. Der kostendeckende Stundensatz für Einzel-Zimmerer liegt typischerweise bei 65-82 € netto.

Grundlagen

Wie wird der Stundensatz für Zimmerer & Holzbauer berechnet?

Der Stundenverrechnungssatz (kurz: SVS) ist die zentrale Kennzahl in der Handwerker-Kalkulation. Er bildet den Preis pro Stunde, den du einem Kunden in Rechnung stellen musst, um all deine Kosten zu decken und zusätzlich Gewinn zu erwirtschaften. für Zimmerer & Holzbauer als Einzelunternehmer gibt es einige Besonderheiten, die oft übersehen werden.

BG Bau verlangt für Zimmerer (wie Dachdecker) deutlich höhere Beiträge wegen Höhenarbeit-Risiko — Pflicht, nicht verhandelbar.

Wetterabhängigkeit: 15-25 % der Arbeitstage gehen durch Regen, Sturm, Frost verloren. Rechne mit 200-210 produktiven Tagen, nicht 220.

Holzrahmenbau (Hausbau in Holzbauweise) und Modulbau sind Wachstumsmärkte 2026 — Stundensätze 75-95 € üblich, mit langen Auftragsbüchern und planbarer Auslastung.

Die Grundformel

SVS = (Unternehmerlohn + Lohnnebenkosten + Betriebskosten) × (1 + Gewinnzuschlag)
      ÷ produktive Jahresstunden

1. Unternehmerlohn

Der Unternehmerlohn ist das, was du als Geschäftsinhaber für dich selbst verdienen willst — und zwar brutto, also vor Einkommensteuer. Viele Handwerker setzen hier viel zu wenig an, weil sie nur ihren Netto-Wunsch im Kopf haben. Faustregel: Wenn du 3.000 € netto pro Monat willst, musst du bei rund 42.000-45.000 € Brutto-Jahresgehalt landen. Der Unterschied ist die Einkommensteuer (14-42 %, progressiv).

2. Lohnnebenkosten (bei dir selbst)

Als Angestellter zahlt dein Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben — als Selbstständiger trägst du alles selbst:

  • Krankenversicherung: freiwillig gesetzlich ca. 400-600 €/Monat, privat stark variabel
  • Rentenversicherung: optional (Rürup-Rente, Basisrente, ETF-Sparpläne)
  • Unfallversicherung / Berufsgenossenschaft: für Handwerker Pflicht
  • Pflegeversicherung: an KV gekoppelt

Lohnnebenkosten summieren sich für einen Einzelbetrieb schnell auf 8.000-14.000 €/Jahr.

3. Betriebskosten (Gemeinkosten)

Typische Kostenposten für Zimmerer & Holzbauer:

  • Fahrzeug & Anhänger: Pritschenwagen + Anhänger oder Kran für Holzelemente ≈ 6.000-10.000 €/Jahr
  • Werkstatt: Lager- und Vorfertigungsfläche, Strom, Heizung ≈ 3.000-6.000 €/Jahr
  • Spezialwerkzeug: Nagler, Kettensäge, Akku-Säbelsäge, Schleifmaschinen, Bohrhammer ≈ 1.800-3.500 €/Jahr
  • Sicherheitsausrüstung: Auffanggurte, Seile, Anschlagpunkte, jährlich geprüft (Pflicht!) ≈ 1.000-2.000 €/Jahr
  • Holz- und Materiallager: Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz, Plattenmaterial ≈ 2.500-5.000 €/Jahr
  • Software & Administration: CAD-Holzbau (z. B. Cadwork, hsbCAD), Steuerberater ≈ 2.000-4.500 €/Jahr
  • Versicherungen: Haftpflicht, Rechtsschutz, BG Bau (bei Zimmerern hoch!) ≈ 2.200-4.000 €/Jahr
  • Weiterbildung & Zertifikate: Holzrahmenbau, Sachkundenachweis Brandschutz ≈ 500-1.500 €/Jahr

4. Produktive Stunden pro Jahr

Hier machen viele Handwerker den entscheidenden Denkfehler. 365 Tage × 8 Stunden = 2.920 — die rechnen aber niemals kostendeckend. Realität:

  • 365 Tage − 104 Wochenenden − 30 Urlaub − 10 Krankheit − 10 Feiertage = ~211 Arbeitstage
  • Von 8 Stunden am Tag sind typischerweise nur 5-6 Stunden verrechenbar — der Rest: Anfahrt, Angebote, Material, Büro
  • Realistisch: 1.200-1.500 produktive Stunden pro Jahr

5. Gewinnzuschlag

Der Gewinnzuschlag (10-20 %) ist kein Luxus. Er deckt:

  • Rücklagen für unvorhergesehene Ausfälle (Krankheit, Zahlungsausfall)
  • Investitionen in bessere Werkzeuge und Maschinen
  • Wachstum: später vielleicht einen Gesellen einstellen
  • Unternehmerisches Risiko — das du als Angestellter nicht hättest

Beispielrechnung Zimmerer 2026

Einzelunternehmer, Wunsch-Nettogehalt 3.100 €/Monat, Betriebskosten 17.500 €/Jahr, freiwillige gesetzliche KV 470 €/Monat, 5 Stunden verrechenbar pro Tag, 205 Arbeitstage, 14 % Gewinnzuschlag:

  • Brutto-Unternehmerlohn: ~44.500 €
  • Krankenversicherung: 5.640 €
  • Betriebskosten: 17.500 €
  • Summe: 67.640 €
  • Produktive Stunden: 5 × 205 = 1.025 h
  • Mit 14 % Gewinn: ~73 €/Std. netto
  • Brutto für Kunden (+19 % USt): ~86,9 €/Std.

Wer bei 45 €/Std. bleibt, verliert bei dieser Kalkulation rund 26.700 € pro Jahr — nicht, weil er „zu wenig verdient", sondern weil seine eigentlichen Kosten nicht gedeckt sind.

Marktübersicht

Stundensätze für Zimmerer & Holzbauer 2026 nach Bundesland

Orientierungswerte für Netto-Stundensätze (Einzelunternehmer, ohne USt). Stadtwerte liegen meist 10-20 % höher.

Bundesland Geselle Einzel­unternehmer
Bayern 48 € 65 €
Baden-Württemberg 50 € 67 €
Hessen 48 € 64 €
Nordrhein-Westfalen 45 € 61 €
Hamburg 52 € 71 €
Berlin 45 € 61 €
Sachsen 38 € 52 €
Brandenburg 40 € 54 €
Niedersachsen 44 € 60 €
Rheinland-Pfalz 44 € 60 €

Wichtig zur Einordnung: Beim Lohn verschwindet der regionale Unterschied gerade — seit dem 1. April 2026 gilt im Bauhauptgewerbe erstmals eine bundeseinheitliche Tariftabelle, die historische Ost-West-Differenz ist damit Geschichte. Beim Stundensatz, den du dem Kunden berechnest, bleibt die Spreizung trotzdem bestehen: Er hängt an regionaler Kaufkraft, Auftragslage und Wettbewerbsdichte, nicht am Tarif.

Niedersachsen liegt mit 60 €/Std. für Einzelunternehmer im Mittelfeld — mit einer Besonderheit: Der Holzrahmen- und Fertigbau ist hier stark, und Betriebe mit Vorfertigung erreichen deutlich höhere Sätze als der Tabellenwert, weil sie wetterunabhängig und planbar arbeiten. Zwischen Küste und Heide liegen dabei leicht 10 €/Std. Unterschied.

Bayern und Baden-Württemberg führen mit 65-67 €/Std. das Feld an. Grund ist nicht nur die Kaufkraft, sondern die Nachfrage: Aufstockungen, Holzbau im Bestand und energetische Sanierung sind hier stärker gefragt als anderswo, dazu kommen im Süden eigene Holzbau-Tarife und eine dichte Innungsstruktur. Wer in München, Stuttgart oder dem Speckgürtel arbeitet, liegt regelmäßig 10-20 % über dem Landeswert.

Nordrhein-Westfalen liegt mit 61 €/Std. leicht darunter, bei gleichzeitig höchster Betriebsdichte — der Wettbewerb ist spürbar, dafür sind die Wege kurz und die Fahrtzeiten niedrig, was den effektiven Stundenertrag hebt. Sachsen und Brandenburg bilden mit 52-54 €/Std. das untere Ende der Spanne; hier ist die Angleichung beim Lohn bereits vollzogen, beim Marktpreis dauert sie noch an.

Grundsatz für die eigene Kalkulation: Der Bundeslandwert ist eine Plausibilitätsprüfung, keine Vorgabe. Liegt dein gerechneter Satz deutlich darüber, brauchst du ein Argument (Spezialisierung, Termintreue, Referenzen). Liegt er deutlich darunter, fehlt in deiner Rechnung ein Kostenblock — meist die Wetterausfälle oder die Werkstattzeit.

Quellen: Handwerkskammer-Erhebungen, StepStone-Gehaltsatlas, Handwerk-Magazin 2026. Werte sind Mittelwerte — dein individueller Stundensatz hängt von Spezialisierung, Erfahrung und Standort ab.

Preisspannen 2026

Was kostet ein Zimmerer pro Auftragstyp?

Realistische Preisspannen 2026 — Arbeit ohne Material. Endpreise hängen von Region, Holzart, Statik und Komplexität ab.

Auftragstyp Preisspanne
Dachstuhl (klassischer Sparren-/Pfettendach) Bei komplexer Geometrie (Walmdach, Gauben, Kehlen) eher am oberen Ende. Material (Konstruktionsvollholz) kommt dazu. 70–130 €/m² (Arbeit)
Aufstockung / Anbau in Holzrahmenbau Statik, Anschluss an Bestand und Vorfertigungsgrad treiben den Preis. Genehmigungsfähige Planung oft separat. 90–160 €/m² (Arbeit)
Holzrahmenhaus (schlüsselfertig, gesamt) Inklusive Material, Dämmung, Ausbau. KfW-Förderung für energieeffizienten Holzbau möglich. 1.800–2.800 €/m² (Gesamtkosten)
Carport (Standard, Doppelstellplatz) Reine Konstruktion + Montage. Mit Gründach, Lager oder PV-Aufständerung deutlich höher. 2.500–6.000 € pauschal
Holzfassade / Außenverkleidung Lärche, Douglasie oder thermobehandeltes Holz. Unterkonstruktion und Hinterlüftung inklusive. 55–110 €/m² (Arbeit)
Dachstuhl-Sanierung / Schädlingsbekämpfung Wird nach Stundensatz abgerechnet — der Umfang verdeckter Schäden ist vorab selten kalkulierbar. 70–120 €/Std.
Zeitrichtwerte

Zimmererarbeiten kalkulieren: Zeitrichtwerte-Tabelle 2026

Wie viele Stunden eine Position wirklich kostet — Richtwerte für Normalbedingungen, Werkstatt und Baustelle getrennt. Menge × Zeitwert × Stundensatz ergibt den Angebotspreis.

Abbund & Dachstuhl

Position Zeitbedarf
Abbund Sparrendach, maschinell (Abbundanlage / Zulieferer) je m² Dachfläche Reine Abbundzeit. Bei Zukauf ersetzt der Einkaufspreis diese Position — Handling trotzdem einrechnen. 0,25–0,5 Std.
Abbund handwerklich (Altbau, Reparatur, Einzelstücke) je m² Dachfläche Aufmaß am Bestand, kein rechter Winkel, jedes Holz ein Unikat. 0,6–1,2 Std.
Sparrendach montieren je m² Dachfläche Mit Kran und ebener Zufahrt am unteren Ende. 0,5–0,9 Std.
Pfettendach komplett (Abbund + Montage) je m² Dachfläche Standardgeometrie, Neubau, freie Baustelle. 0,9–1,4 Std.
Walmdach, Kehlen, komplexe Geometrie je m² Dachfläche Jede Kehle und jeder Grat ist Einzelanfertigung — hier kippen die meisten Angebote. 1,2–1,8 Std.
Gaube (Schlepp- oder Giebelgaube), Rohbau je Stück Ohne Eindeckung, Fenster und Verkleidung. Fledermausgaube deutlich darüber. 12–30 Std.
Dachfenster-Wechsel einbauen je Stück Nur Zimmererarbeit am Wechsel, ohne Eindeckung und Innenfutter. 1,5–3 Std.

Holzrahmen- und Modulbau

Position Zeitbedarf
Wandelement vorfertigen (Werkstatt, inkl. Beplankung) je m² Wandfläche Wetterunabhängig, deshalb der planbarste Teil der Kalkulation. 0,7–1,2 Std.
Wandelement montieren (Baustelle, mit Kran) je m² Wandfläche Ohne Kran oder bei beengter Zufahrt schnell das Doppelte. 0,25–0,5 Std.
Deckenelement montieren je m² Deckenfläche 0,3–0,6 Std.
Installationsebene / Beplankung, je Lage je m² Pro Lage rechnen, nicht pauschal für den Aufbau. 0,15–0,3 Std.
Dämmung einbringen (Einblas- oder Klemmfilz) je m² 0,15–0,35 Std.

Verkleidung, Fassade, Dachaufbau

Position Zeitbedarf
Holzfassade Boden-Deckel / Stülpschalung inkl. Unterkonstruktion je m² Lärche oder Douglasie, Hinterlüftung eingerechnet. 0,6–1,1 Std.
Rhombusleisten (schmale Profile, viele Befestigungen) je m² Optisch beliebt, kalkulatorisch der Klassiker unter den Fehleinschätzungen. 0,9–1,5 Std.
Traufe / Ortgang verkleiden je lfd. m 0,3–0,6 Std.
Dachuntersicht / Sichtschalung je m² Sichtqualität heißt Nacharbeit — Zuschlag einplanen. 0,4–0,8 Std.
Aufsparrendämmung verlegen je m² Dachfläche 0,3–0,6 Std.
Unterspannbahn und Konterlattung je m² Dachfläche 0,15–0,3 Std.

Sanierung im Bestand

Position Zeitbedarf
Sparren aufdoppeln oder austauschen je lfd. m Abstützen, freilegen, einbauen, verbinden. 1,5–3 Std.
Balkenkopf sanieren (Prothese, Stahlschuh, Verguss) je Stück Umfang zeigt sich erst nach dem Freilegen — nach Stunden abrechnen, nie pauschal. 4–10 Std.
Schädlings- oder Pilzbefall freilegen und ausbauen je Std. Keine seriöse Pauschale möglich. Regiestunden vereinbaren. nach Aufwand
Fachwerk ausfachen / Riegel ersetzen (Denkmal) je lfd. m Denkmalauflagen und Handwerkzeug statt Maschine. 2–5 Std.

Außenbauteile

Position Zeitbedarf
Carport Doppelstellplatz, Standardkonstruktion je Auftrag Fundamente, Montage, Dachaufbau. Gründach oder PV-Aufständerung darüber. 25–45 Std.
Terrasse: Unterkonstruktion und Belag je m² Unterbau und Gefälle entscheiden, nicht der Belag. 0,8–1,5 Std.
Vordach / Überdachung Eingangsbereich je Auftrag 10–25 Std.

Nebenzeiten je Baustelle

Position Zeitbedarf
Aufmaß, Angebotskalkulation, Materialdisposition je Auftrag Kalkuliert bezahlt das der Auftrag; nicht kalkuliert bezahlst du es selbst. 2–6 Std.
Absturzsicherung montieren und demontieren je Baustelle Pflicht ab 3 m Absturzhöhe — keine Verhandlungsposition, sondern eine Kostenposition. 2–5 Std.
Kran- oder Hebetechnik einrichten je Einsatz Zusätzlich zur Kranmiete, die separat weiterberechnet wird. 1–3 Std.
An- und Abfahrt, Material laden (je Arbeitstag) je Tag 1–2 Std.

Zuschläge und Nebenzeiten

  • Beengte Baustelle, keine Kranzufahrt, Innenstadtlage +10–25 %
  • Winterarbeit, Nässe, kurze Tageslichtzeiten +10–20 %
  • Denkmalschutz, Fachwerk, historische Verbindungen +20–40 %
  • Arbeiten im bewohnten Bestand (Staub, Etappen, Rücksicht) +10–20 %
  • Material-Handling: Beschaffung, Transport, Lagerung, Verschnitt +10–20 % auf EK

Alle Werte sind Erfahrungs-Richtwerte für Normalbedingungen und ersetzen keine Nachkalkulation. Gedruckte Kalkulationsdaten für den Holzbau (etwa die Arbeitszeit-Richtwerte Holzbau oder SIRADOS-Kalkulationsdaten) enthalten deutlich mehr Positionen und kosten je nach Umfang 150–400 € — sinnvoll, wenn du regelmäßig nach VOB ausschreibst. Für die eigene Angebotskalkulation zählt am Ende ohnehin nur eines: nach jedem Auftrag Soll- gegen Ist-Stunden stellen. Nach einem Jahr hast du eigene Zahlen, die jeder gekauften Tabelle überlegen sind.

Kalkulation

Vom Aufmaß zum Angebot: so rechnest du Zimmererarbeiten

Der Stundensatz ist nur die halbe Kalkulation. Die andere Hälfte ist die Zeit — und genau dort entstehen die Verluste. Wer ein Angebot über „ca. 3 Tage" schreibt und am Ende fünf braucht, hat seinen sauber gerechneten Satz von 75 € faktisch auf 45 € gedrückt. Sauber kalkulierst du in fünf Schritten — die Zeitwerte dazu stehen in der Tabelle direkt darüber. Zeitrichtwerte sind dabei keine Naturgesetze, sondern Startwerte: Die belastbarsten Zahlen sind deine eigenen. Wer nach jedem Auftrag Soll- gegen Ist-Stunden stellt, hat nach einem Jahr eine Kalkulationsgrundlage, die keine Tabelle im Netz liefert. Für die Preisseite gilt dasselbe Prinzip wie bei jedem anderen Gewerk — die Bausteine zeigt der Leitfaden zur Stundensatz-Berechnung, die oft unterschätzten Fixkosten der Überblick zu Gemeinkosten im Handwerk.

  • 1. Aufmaß: Menge je Position in m², lfd. Metern oder Stück — aus dem Plan oder am Bestand. Werkstatt und Baustelle getrennt erfassen
  • 2. Zeitwert ansetzen: Menge × Std./Einheit aus der Tabelle oben. Vorfertigung und Montage sind zwei Positionen, nicht eine
  • 3. Erschwernis prüfen: beengte Baustelle, fehlende Kranzufahrt, Winter, Denkmalschutz — Zuschlag vor dem Angebot, nicht im Gespräch danach
  • 4. Nebenzeiten addieren: Aufmaß, Absturzsicherung, Kraneinrichtung, An- und Abfahrt sind bezahlte Arbeitszeit
  • 5. Material getrennt ausweisen: Einkaufspreis + 10-20 % für Beschaffung, Transport, Lagerung und Verschnitt
Meister, Geselle, Selbstständig

Wo der Unterschied im Stundensatz wirklich liegt

Der häufigste Denkfehler: den eigenen Stundensatz am Lohn eines angestellten Gesellen zu messen. Das sind zwei völlig verschiedene Zahlen. Ein Geselle verdient 2026 brutto rund 18-24 €/Std. — für den Betrieb kostet er aber inklusive Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit und anteiliger Gemeinkosten eher 45-52 €/Std. Das ist der interne Verrechnungssatz. Ein selbstständiger Zimmerermeister muss darüber hinaus seinen Unternehmerlohn, das volle Betriebsrisiko, Rücklagen und einen Gewinnzuschlag einrechnen — und landet kostendeckend bei 65-82 € netto. Der Meistertitel ist dabei kein Prestige-Aufschlag, sondern Voraussetzung: Das Zimmererhandwerk ist nach Anlage A der Handwerksordnung zulassungspflichtig, der Meisterbrief ist Pflicht für die Eintragung in die Handwerksrolle und für die statische Verantwortung bei tragenden Holzkonstruktionen. Wie du aus diesen Bausteinen Schritt für Schritt deinen Satz zusammenrechnest, zeigt unser umfassender Leitfaden zur Stundensatz-Berechnung für alle Handwerksberufe.

  • Geselle, Tariflohn Bauhauptgewerbe: 18,73 €/Std. (Lohngruppe 2) bzw. 23,97 €/Std. (Lohngruppe 3), jeweils inkl. Bauzuschlag, bundeseinheitlich ab 01.04.2026
  • Geselle (intern verrechnet): 45-52 €/Std. — Lohn + Lohnnebenkosten + anteilige Gemeinkosten
  • Meister angestellt (Bauleitung): 55-70 €/Std. interner Verrechnungssatz
  • Selbstständiger Meister: 65-82 €/Std. netto kostendeckend, plus Gewinn
Spezialisierung

Welche Spezialisierungen einen höheren Satz rechtfertigen

Der Zimmerer-Stundensatz ist kein fixer Wert — er hängt stark davon ab, was du kannst. Holzrahmenbau und Modulbau sind 2026 der größte Wachstumsmarkt: klimafreundlich, schnell, planbar vorgefertigt. Betriebe mit dieser Spezialisierung verrechnen 80-95 €/Std. und haben Auftragsbücher, die 6-12 Monate vorausreichen. Komplexe Dachkonstruktionen (Türme, Walmdächer, denkmalgeschützte Fachwerksanierung) sind Spezialhandwerk mit wenigen Anbietern — entsprechend hoch der Satz. Energetische Sanierung im Bestand (Aufdachdämmung, Holzfaser, Anschluss an GEG 2026) verbindet Zimmererarbeit mit Förderfähigkeit und ist gefragt. Und schließlich die statische Planung: Wer als Meister selbst tragende Konstruktionen berechnet und verantwortet, kann Planungsleistung separat fakturieren statt sie zu verschenken. Wichtig ist, dass die Spezialisierung auch sichtbar ist — Kunden suchen heute online nach „Holzrahmenbau" plus Region, und wer dort nicht auftaucht, verliert genau die hochpreisigen Aufträge. Welche typischen Website-Fehler im Handwerk das verhindern, lohnt einen Blick.

Versteckte Kosten & Verhandlung

Was in den Stundensatz gehört — und wie du fair verhandelst

Wer seinen Stundensatz nur aus dem Wunsch-Nettolohn ableitet, rechnet sich arm. In den Satz gehören Fahrt- und Rüstzeit, Angebotskalkulation, Werkstattvorfertigung, Spezialwerkzeug-Abschreibung, die hohen BG-Bau-Beiträge wegen Höhenarbeit und die 35-55 Wetter-Ausfalltage pro Jahr. Was davon konkret in die Gemeinkosten eines Handwerksbetriebs fällt, wird fast immer unterschätzt — und genau das macht den Unterschied zwischen kostendeckend und Verlust. Für Auftraggeber heißt das umgekehrt: Drei Regeln helfen, nicht überzahlt zu werden. Erstens: mindestens drei Angebote einholen und die Kalkulation vergleichen, nicht nur die Endsumme — wer Material, Fahrt und Entsorgung sauber trennt, arbeitet transparent. Zweitens: Stundensätze unter 50 €/Std. sind ein Warnsignal — der Betrieb rechnet nicht kostendeckend und spart später an Holzqualität oder Statik. Drittens: An- und Abfahrt als Pauschale (50-150 €) ausweisen lassen, nicht zum vollen Stundensatz. Und wann solltest du als Selbstständiger deinen Satz erhöhen? Spätestens jährlich zum Jahreswechsel, sobald Material- oder Lohnkosten steigen oder dein Auftragsbuch drei Monate vorausreicht — wer wartet, finanziert die Inflation aus der eigenen Tasche.

Was du vermeiden solltest

6 häufige Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation

Wer einen dieser Fehler macht, arbeitet faktisch für Mindestlohn — auch mit einem scheinbar hohen Stundensatz.

01

Unproduktive Zeit vergessen

Fahrtzeit, Angebote schreiben, Material holen — all das rechnen viele Handwerker nicht in ihren Stundensatz ein. Resultat: du arbeitest faktisch für Mindestlohn.

02

Eigenen Unternehmerlohn zu niedrig ansetzen

Du bezahlst dich selbst oft schlechter als einen Angestellten — obwohl du Risiko, Krankheit und Urlaub komplett selbst trägst. Rechne mindestens deinen Wunsch-Nettolohn ein.

03

Krankenversicherung & Altersvorsorge unterschlagen

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung kostet 400-600 €/Monat. Rente für später? Kommt nochmal drauf. Viele ignorieren das — und erleben böse Überraschungen.

04

Keinen Gewinnzuschlag kalkulieren

Ohne 10-20 % Gewinnaufschlag gibt es keine Rücklagen, keine Investitionen, kein Wachstum. Du arbeitest zwar, aber bleibst finanziell im Kreis.

05

Gemeinkosten unterschätzen

Werkzeug, Fahrzeug, Werkstatt, Software, Buchhalter, Versicherungen — für einen Einzelbetrieb summiert sich das schnell auf 12.000-20.000 € pro Jahr.

06

Sich am "günstigsten Wettbewerber" orientieren

Der billigste Anbieter im Ort ist meist der, der seine Kalkulation nicht kennt. Sein Preis ist kein Benchmark — er ist eine Warnung.

FAQ

Häufige Fragen zum Stundensatz für Zimmerer & Holzbauer

Wie hoch ist der Stundensatz für Zimmerer in Deutschland 2026?
Marktüblich 58-90 € brutto, in Großstädten bis 95 €. Einzelunternehmer rechnen kostendeckend mit 65-82 € netto. Spezialisten für Holzrahmenbau, Modulbau und Carports liegen bei 80-95 €/Std.
Was verdient ein Zimmerergeselle pro Stunde — und was kostet er den Betrieb?
Das sind zwei verschiedene Zahlen, und die Verwechslung ist der häufigste Kalkulationsfehler. Der Tariflohn im Bauhauptgewerbe liegt ab 1. April 2026 bundeseinheitlich bei 18,73 €/Std. für Fachwerker mit Gesellenbrief (Lohngruppe 2) und 23,97 €/Std. für Spezialfacharbeiter (Lohngruppe 3), jeweils inklusive Bauzuschlag. Nicht tarifgebundene Betriebe zahlen frei, in der Praxis meist 18-26 €/Std. Für den Betrieb kostet derselbe Geselle jedoch 45-52 €/Std.: Arbeitgeberanteile, Lohnfortzahlung, Urlaub, Feiertage, Wetterausfall, Werkzeug, Fahrzeug und anteilige Gemeinkosten kommen dazu. Wer als Selbstständiger seinen Stundensatz am Gesellenlohn misst statt an diesem Verrechnungssatz, kalkuliert strukturell zu niedrig.
Warum sind Zimmerer-Stundensätze ähnlich hoch wie Dachdecker?
Beide Gewerke arbeiten in der Höhe und haben deshalb hohe BG-Bau-Beiträge, Sicherungsausrüstung-Pflicht und Wetterabhängigkeit. Außerdem schwere Materialien und Krantransport — das treibt die Betriebskosten in ähnliche Größenordnungen wie bei Dachdeckern.
Wie viele produktive Stunden habe ich pro Jahr als Zimmerer?
Realistisch 1.200-1.380 Stunden. Bei 200-210 Arbeitstagen (nach Wetterabzug) mit 5-6 verrechenbaren Stunden. Vorfertigung in der Werkstatt erhöht die produktiven Stunden, weil Wetter dort weniger Einfluss hat — moderne Zimmerer-Betriebe arbeiten zu 60-70 % vorgefertigt.
Was kostet ein Zimmerer pro Quadratmeter Dachstuhl?
Klassischer Dachstuhl: 70-130 €/m² Arbeit (Material extra), Anbau-Dachstuhl: 90-160 €/m², komplettes Holzrahmenhaus: 1.200-2.500 €/m² Gesamtkosten (inkl. allem). Carport: 1.500-4.000 € Arbeit + Material.
Was kostet ein Zimmermann pro Stunde — und was bleibt ihm davon netto?
Für Auftraggeber liegt der Zimmermann-Stundenlohn 2026 bei 58-90 € brutto, in Ballungsräumen bis 95 €. Vom Rechnungsbetrag bleibt dem Betrieb aber nur ein Bruchteil: Bei 75 € Stundensatz gehen rund 20-28 € an Betriebskosten (Fahrzeug, Werkstatt, Werkzeug, Versicherungen), 10-15 € an Lohnnebenkosten und Vorsorge, dazu Umsatzsteuer, die ohnehin nur durchläuft. Netto als Unternehmerlohn verbleiben typischerweise 25-35 €/Std. Wer als Kunde einen Zimmermann für 45 €/Std. findet, zahlt nicht weniger — er zahlt später, wenn an Holzqualität, Statik oder Nachbesserung gespart wurde.
Wie kalkuliere ich Zimmererarbeiten richtig — nach Stunden oder nach Aufmaß?
Beides, je nach Auftragstyp. Klar abgrenzbare Gewerke (Dachstuhl, Carport, Holzfassade) kalkulierst du über das Aufmaß: Menge × Zeitrichtwert × Stundensatz, plus Material mit Aufschlag. Reparaturen, Sanierungen und alles mit verdeckten Schäden gehen nach Stunden — verdeckter Aufwand lässt sich vorab seriös nicht beziffern. Wichtig bei der Aufmaß-Kalkulation: Zeitrichtwerte gelten für Normalbedingungen. Erschwernisse wie beengte Baustellen, Altbau ohne Kran-Zufahrt, Winterarbeit oder Denkmalschutz brauchen einen Zuschlag von 10-30 %, sonst kalkulierst du dich systematisch arm. Die Details stehen weiter unten im Abschnitt zur Kalkulation von Zimmererarbeiten.
Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer auf meinen Stundensatz aufschlagen?
Zimmerer überschreiten die 25.000-€-Grenze meistens schnell — Regelbesteuerung ist Standard. Vorteil: Vorsteuerabzug bei Material- und Werkzeug-Einkäufen. Bei 30.000 € Holzeinkauf pro Jahr sind das 5.700 € Vorsteuer.
Lohnt sich Spezialisierung auf Holzrahmenbau und Modulbau?
Stark. Holzbau ist 2026 Wachstumsmarkt — klimafreundlich, CO2-Bilanz besser, Förderung möglich. Stundensätze 75-95 € üblich, mit langen Auftragsbüchern. Erfahrene Holzrahmenbau-Spezialisten können sich Projekte 6-12 Monate im Voraus aussuchen.
Welche Versicherungen sind für Zimmerer Pflicht?
Betriebshaftpflicht mit hoher Deckung (mindestens 5 Mio. €), Berufsgenossenschaft BG Bau (Pflicht, hoch wegen Höhenarbeit), Geschäftsinhaltsversicherung für Werkzeug und Maschinen. Auf Großbaustellen oft auch Bauwesensversicherung gefordert.
Wie kalkuliere ich Wetterausfälle realistisch?
15-25 % der Arbeitstage gehen durch Wetter verloren — das sind 35-55 Tage pro Jahr. Ohne diese Berücksichtigung wird der Stundensatz strukturell zu niedrig. Lösung: produktive Tage auf 200-210 setzen statt 220, dann ist das Wetter eingerechnet.
Zimmerer-Stundensatz: Was ist der Unterschied zwischen Meister und Geselle?
Ein angestellter Geselle kostet den Betrieb 2026 rund 45-52 €/Std. (Lohn + Lohnnebenkosten + anteilige Gemeinkosten) — das ist der interne Verrechnungssatz, nicht der Lohn. Ein selbstständiger Zimmerermeister kalkuliert dagegen seinen vollen Stundensatz inklusive Unternehmerlohn, Gewinn und Risiko und landet bei 65-85 € netto. Der Meistertitel rechtfertigt den Aufschlag: Er ist Voraussetzung für die Eintragung in die Handwerksrolle (Zimmerer ist ein zulassungspflichtiges Gewerk nach Anlage A der HwO), für Ausbildungsberechtigung und für die statische Verantwortung bei tragenden Holzkonstruktionen.
Stundensatz oder Festpreis — wann zahlt man als Auftraggeber besser pauschal?
Festpreis bei klar definiertem Umfang (kompletter Dachstuhl, Carport, Holzrahmenhaus) — du weißt vorher, was am Ende auf der Rechnung steht, und der Zimmerer kann Material günstig einkaufen und effizient vorfertigen. Stundensatz bei Reparaturen, Sanierungen und verdeckten Schäden (z. B. morsche Balken, Pilzbefall im Dachstuhl) — fair für beide Seiten, weil niemand vorab den genauen Aufwand kennt. Rechtlich wichtig: Ein verbindlicher Kostenvoranschlag darf laut ständiger BGH-Rechtsprechung nur in geringem Umfang überschritten werden — Faustregel: 10-15 %. Wird mehr verlangt, ohne dass der Handwerker rechtzeitig informiert, musst du den Mehrbetrag nicht zahlen.
Gibt es einen verbindlichen Tarif für Zimmerer — etwa von der Innung?
Nein — für Preise nicht. Weder Zimmerer-Innung noch der Verband Holzbau Deutschland veröffentlichen bindende Stundensätze, das wäre kartellrechtlich unzulässig (§1 GWB). Verbindlich sind nur Löhne, und auch die nur für tarifgebundene Betriebe: Im Bauhauptgewerbe gelten nach dem Entgelt-Tarifvertrag (IG BAU / ZDB / Bauindustrie, Laufzeit bis 31.03.2027) ab 1. April 2026 erstmals bundeseinheitliche Sätze inklusive Bauzuschlag — Lohngruppe 1 (Werker) 15,86 €/Std., Lohngruppe 2 (Fachwerker mit Gesellenbrief) 18,73 €/Std., Lohngruppe 3 (Spezialfacharbeiter) 23,97 €/Std. Die historische Ost-West-Differenz entfällt damit. Achtung: Zimmerer-Betriebe fallen je nach Ausrichtung unter das Bauhauptgewerbe oder unter einen eigenen Holzbau-Tarif — welcher gilt, klärt die zuständige Innung. Selbstständige Zimmerer kalkulieren ihren Stundensatz ohnehin frei; der Tariflohn ist für sie nur die Untergrenze der eigenen Lohnkosten, kein Preis. Achte als Auftraggeber statt auf einen "tariflichen" Preis lieber auf Meister-Qualifikation, Eintragung in die Handwerksrolle und Innungs-Zugehörigkeit — das sind die belastbaren Vertrauenssignale.

Stundensatz-Rechner für andere Gewerke

Tiefer einsteigen: Die komplette Kalkulationslogik mit Formel, Bundesland-Tabelle und typischen Fehlern findest du im Hauptartikel Stundensatz Handwerker 2026: 52-85 €? Formel + Bundesland-Check.

Kosten im Griff: Welche Gemeinkosten deinen Stundensatz in die Höhe treiben — und wie du sie korrekt umlegst — erklärt Gemeinkosten im Handwerk richtig kalkulieren.

Steuer-Status klären: Ob du Umsatzsteuer aufschlagen musst — und wann sich der Wechsel lohnt — zeigt der Wechsel-Guide Kleinunternehmer vs. Regelbesteuerung.

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