Was kostet eine Website wirklich? Der ehrliche Preis-Guide 2026
“Was kostet eine Website?” — die häufigste Frage, die wir bekommen. Und die Antworten im Netz sind fast immer eins: nutzlos. “Kommt drauf an” ist keine Antwort. “Zwischen 500 und 50.000 Euro” auch nicht.
Hier ist die ehrliche Version: Eine Website kostet im Jahr 2026 zwischen 0 € und 30.000 € — und der Unterschied liegt an drei konkreten Faktoren, die du in 10 Minuten verstehen kannst. Wer baut sie, was genau soll sie können und wie schnell muss sie fertig sein.
Dieser Guide erklärt dir alle drei Faktoren. Du bekommst konkrete Preise für jede Option, die echten versteckten Kosten, eine Rechnung über drei Jahre und eine Checkliste, mit der du unseriöse Angebote erkennst. Am Ende weißt du, was eine Website für dein Unternehmen realistisch kostet — ohne dass dir ein Verkäufer etwas einreden muss.
Wenig Zeit? Direkt zu den häufigen Fragen springen, oder gleich unsere Website-Pakete mit konkreten Preisen ansehen.
Wie setzt sich der Preis einer Website zusammen?
Jede Website besteht aus den gleichen sechs Bausteinen. Egal ob Baukasten für 10 Euro im Monat oder Agenturprojekt für 30.000 Euro — du bezahlst immer dafür:
- Design — wie die Seite aussieht, Logo-Einbindung, Farben, Schrift, Bildsprache
- Entwicklung — die technische Umsetzung, also der Code, der den Browser anzeigt
- Texte — was auf der Seite steht (Startseite, Leistungen, Kontakt, Impressum)
- Bilder und Medien — Fotos, Icons, Videos, Illustrationen
- Technik-Infrastruktur — Domain, Hosting, SSL-Zertifikat, E-Mail-Postfächer
- Rechtliches — DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, Impressum, Cookie-Banner
Wenn dir ein Anbieter einen Festpreis nennt, frag immer: Welche dieser sechs Positionen sind drin und welche kommen extra? In 90 % aller Fälle liegt der Teufel genau hier im Detail.
Einmalige Kosten vs. laufende Kosten
Eine Website hat immer zwei Preisachsen:
- Einmalig — Konzept, Design, Entwicklung, Texte, Bilder. Das bezahlst du einmal beim Bau der Seite.
- Laufend — Domain (10-20 €/Jahr), Hosting (5-50 €/Monat), SSL-Zertifikat (meist inklusive), E-Mail-Postfach, Wartung, Content-Updates.
Ein häufiger Denkfehler: “Der Baukasten kostet nur 15 Euro im Monat, das ist doch billiger als 2.000 Euro einmalig.” Stimmt nicht. 15 € × 36 Monate = 540 €. Rechne drei Premium-Template-Upgrades, zwei Plugin-Pakete und die eigene Domain dazu, und du bist nach drei Jahren schnell bei 1.500 €. Dafür hast du dann immer noch keine Seite, die du besitzt — du mietest sie.
Warum ist der Preisbereich so groß?
Weil “Website” alles von einer One-Page-Visitenkarte bis zum Shop mit 5.000 Produkten bedeutet. Eine Handwerker-Seite mit 5 Unterseiten braucht keine 30.000 €. Ein europaweiter B2B-Shop mit Warenwirtschafts-Anbindung kommt mit 3.000 € nicht weit. Der Preis skaliert mit drei Dingen: Komplexität, Designanspruch und Zeitdruck.
Kostenloses Erstgespräch: Du bist unsicher, welche Kategorie dein Projekt ist? Schreib mir eine kurze Nachricht — ich sage dir in 15 Minuten ehrlich, was du brauchst und was du nicht brauchst.
Die 5 Wege, eine Website zu bekommen
Es gibt fünf realistische Wege — mit sehr unterschiedlichen Preisen und Ergebnissen.
1. Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS)
Preis: 10-40 €/Monat + deine Zeit (mindestens 20-40 Stunden)
Was du bekommst: Ein Template, einen Drag-and-Drop-Editor, Hosting und eine Domain (oft im ersten Jahr kostenlos). Du klickst die Seite selbst zusammen.
Was du nicht bekommst: Echte Ladegeschwindigkeit (Baukasten-Seiten laden in 3-5 Sekunden, während Google heute unter 2,5 Sekunden verlangt), individuelles Design (dein Template nutzen tausend andere), technische SEO-Power und Eigentum am Code. Du bist komplett vom Anbieter abhängig — wenn Wix die Preise verdoppelt oder pleite geht, steht deine Seite still.
Geeignet für: Vereine, Hobby-Projekte, temporäre Kampagnenseiten, “Hauptsache irgendwas im Netz”.
Nicht geeignet für: Unternehmen, die über Google Kunden gewinnen wollen. Baukästen ranken bei umkämpften Suchbegriffen praktisch nie in den Top 10.
Versteckte Kosten: Premium-Templates (50-200 €), kostenpflichtige Plugins (Formular, Buchung, Shop), eigene Domain, professionelle E-Mail. Aus 15 €/Monat werden schnell 50-100 €/Monat.
2. Klassische Agentur
Preis: 5.000-30.000 € einmalig, plus Wartungsvertrag 100-500 €/Monat
Was du bekommst: Individuelles Design, Projektmanagement, ein Team aus Designer, Entwickler, Content-Strateg und Projektleiter. Meistens auf WordPress-Basis. Ansprechpartner, Kickoff-Workshop, mehrere Design-Runden.
Was du nicht bekommst: Geschwindigkeit. Drei bis sechs Monate von Kickoff bis Launch sind normal. Und direkten Kontakt zum Entwickler — du sprichst mit dem Projektmanager, der mit dem Designer spricht, der mit dem Entwickler spricht.
Geeignet für: Mittelständische und große Unternehmen mit Budget über 10.000 €, Zeitfenster über drei Monate und mehreren Stakeholdern im Entscheidungsprozess.
Nicht geeignet für: Solo-Selbstständige, Handwerker, Kleinunternehmen. Du bezahlst hier viel Overhead — Büro, Vertrieb, Meetings, Rechnungsstellung — den du für dein Projekt gar nicht brauchst.
Versteckte Kosten: Wartungsverträge (Pflicht bei WordPress, sonst wird deine Seite gehackt), Change Requests (“Das Logo tauschen? Zwei Stunden à 120 €”), Plugin-Lizenzen, SSL-Upgrades, Erweiterungen.
3. Freelancer (klassisch, ohne KI-Unterstützung)
Preis: 1.500-5.000 € einmalig
Was du bekommst: Einen Ansprechpartner direkt, oft günstigere Stundensätze als Agenturen, meist WordPress oder ein ähnliches CMS.
Was du riskierst: Qualitätsschwankungen sind enorm. Einer programmiert 10 Jahre, der andere hat letzte Woche sein erstes YouTube-Tutorial gesehen. Ohne Referenzen und Vertrag kann das teuer enden: Seite wird nicht fertig, Entwickler verschwindet, du stehst vor einem halben Code ohne Dokumentation.
Geeignet für: Projekte mit überschaubarer Komplexität, wenn du Zeit hast, einen guten Freelancer zu finden und zu prüfen.
4. Freelancer mit KI-Tools (moderner Ansatz)
Preis: 990-4.500 € einmalig
Was du bekommst: Individuelles Design, moderne Technologie (Astro, Tailwind, nicht WordPress), Ladezeit unter einer Sekunde, persönlicher Ansprechpartner, Lieferung in 1-3 Wochen. Du besitzt den Code (Git-Repository).
Warum es günstiger geht als bei der Agentur: Weil ein gut ausgerüsteter Freelancer mit KI-Unterstützung Aufgaben, die früher zwei Wochen dauerten (Boilerplate-Code, Komponenten-Setup, Basis-Layouts), heute in zwei Stunden erledigt. Der Mensch macht Strategie, Design-Entscheidungen, Feintuning und Inhalte. Die Maschine übernimmt die repetitive Arbeit.
Wichtig zu wissen: KI ersetzt nicht die Erfahrung. Wer ohne Plan “ChatGPT, baue mir eine Website” eintippt, bekommt eine generische Seite, die schlechter ist als ein Baukasten. Der Wert liegt im menschlichen Handwerk, das KI beschleunigt — nicht im KI-Output selbst.
Geeignet für: Kleine und mittlere Unternehmen, Handwerker, Solo-Selbstständige, die eine professionelle Seite schnell und bezahlbar brauchen.
5. Selbst bauen (WordPress, KI-Generatoren wie Lovable, Framer AI, v0)
Preis: 0-300 € direkt, plus 40-80 Stunden deiner Zeit
Realistische Einschätzung: Die neuen KI-Generatoren (Lovable, Framer AI, v0 von Vercel) können beeindruckende Prototypen erzeugen. Für ein Unternehmen, das über Google Kunden gewinnen will, reicht das 2026 noch nicht. Es fehlen SEO-Grundlagen, konsistente Markenführung, DSGVO-konforme Umsetzung, strukturiertes HTML für Suchmaschinen und Suchintents im Content.
WordPress selbst zu bauen ist die klassische Variante. Kostet dich echtes Geld nur für Hosting (5-15 €/Monat) und Theme (0-100 €). Kostet dich aber Wochen an Einarbeitung — und das Ergebnis sieht man der Seite meistens an.
Geeignet für: Tech-affine Menschen, die Zeit statt Geld haben und bereit sind, selbst zu lernen.
Was kostet eine Website nach Typ?
Der Seitentyp ist der zweite große Preisfaktor. Hier sind realistische Richtwerte für 2026 bei einem Freelancer mit KI-Unterstützung:
Landing Page / One-Pager — 500-2.000 €
Eine einzelne Seite mit klarer Botschaft, einem CTA, Leistungen, Über-uns-Block und Kontakt. Ideal für Selbstständige, die gerade starten, oder für Kampagnen (Google-Ads-Zielseite, Produkt-Launch).
Unternehmenswebsite (5-10 Seiten) — 2.000-8.000 €
Startseite, Leistungen (einzeln oder als Kategorien), Über-uns, Referenzen, FAQ, Kontakt, rechtliche Seiten. Der Klassiker für Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe.
Website mit Blog — +500-1.500 €
Blog-System, Übersichtsseite, Artikel-Templates, Kategorien, SEO-Meta-Tags, RSS-Feed. Lohnt sich, wenn du regelmäßig Content veröffentlichen willst (und wirklich Zeit dafür hast — sonst ist es verschwendetes Geld).
Mehrsprachige Website — +30-50 %
Deutsch plus Englisch ist am günstigsten (hreflang-Setup, Übersetzungen, duplizierte Seitenstrukturen). Jede weitere Sprache skaliert linear. Zehn Sprachen heißt nicht zehnmal mehr Aufwand als zwei, weil das System steht — aber die Inhalte müssen trotzdem übersetzt werden.
Website mit Buchungssystem — +1.000-3.000 €
Integration von Calendly, Cal.com oder einer Eigenentwicklung. Interessant für Handwerker (Vor-Ort-Termine), Ärzte, Friseure, Coaches.
Online-Shop — eigene Liga
Shopify: 500-3.000 € Setup plus ab 29 €/Monat. WooCommerce (WordPress): 2.000-8.000 € plus Hosting. Eigener Shop (Shopware, Medusa, eigene Entwicklung): 5.000 € bis sechsstellig. Ein Shop ist kein “bisschen mehr als eine Website” — es ist ein eigenes Projekt mit eigenen Regeln (Zahlungsanbieter, Warenwirtschaft, Versand, Rücksendungen, Steuer).
Und was ist mit Marktplätzen (Etsy, Amazon Handmade, eBay)?
Für kleine Sortimente oder handgemachte Produkte kann ein Marktplatz ein schnellerer Start sein als ein eigener Shop. Etsy: 0,20 € pro Angebot + 6,5 % Verkaufsgebühr. Amazon Handmade: 15 % Vermittlungsgebühr. eBay: Einstellgebühren + 10-12 % Verkaufsprovision. Kein Aufbau-Budget nötig, eingebauter Traffic, Zahlung und Retouren laufen über die Plattform. Kehrseite: Du besitzt die Kundenbeziehung nicht, du konkurrierst mit tausenden Anbietern über den Preis, und der Marktplatz kann deinen Shop über Nacht sperren. Marktplätze funktionieren gut als erster Vertriebskanal neben deiner eigenen Website — nicht als Ersatz dafür.
Was kostet eine Website nach Branche?
Jede Branche hat Besonderheiten, die den Preis verschieben.
Handwerker-Website (Maler, Elektriker, SHK, Dachdecker, Zimmerer)
Realistischer Preis: 990-3.500 €
Eine Handwerker-Website konvertiert lokale Suchanfragen in Kunden — das ist ihr einziger Job. Sie braucht: klare Leistungsbeschreibungen (jede Hauptleistung auf eigener Unterseite, damit Google sie findet), echte Referenzen mit Vorher-Nachher-Fotos, Kontaktformular mit WhatsApp-Alternative, Google-Maps-Einbindung und Mobile-First-Design (80 % deiner Interessenten kommen vom Handy).
Was eine Handwerker-Seite nicht braucht: überladenes Design, Animationen, die vom Angebot ablenken, eine Blog-Pflicht-Strategie ohne Ressourcen.
Arzt- und Zahnarzt-Website
Realistischer Preis: 2.000-6.000 €
Die DSGVO-Anforderungen sind hier besonders streng. Online-Terminbuchung braucht Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Bewertungen einzubinden ist rechtlich heikel. Heilmittelwerbegesetz (HWG) beschränkt, was du in der Kommunikation versprechen darfst. Der Mehrpreis kommt weniger aus der Technik, mehr aus Recht und sorgfältiger Umsetzung.
Gastronomie (Restaurant, Café, Bar)
Realistischer Preis: 1.200-4.000 €
Speisekarte als eigene Seite (nicht nur PDF!), Reservierungssystem (OpenTable, Resmio, Quandoo), Öffnungszeiten strukturiert für Google My Business, Galerie, Weg-zu-uns-Block. Bei Lieferdiensten: Lieferando/Wolt-Integration.
Beratende Berufe (Anwalt, Steuerberater, Coach)
Realistischer Preis: 1.500-5.000 €
Vertrauens-Signale sind hier alles: Qualifikationen, Mitgliedschaften, Fachgebiete, detaillierte Profile. Seriöser Ton ohne Marketing-Floskeln. Bei Anwälten: Berufsordnung beachten (keine reißerische Werbung, Fachanwaltstitel korrekt führen).
Brauchst du eine Website für dein Handwerk? Lomageek baut Handwerker-Websites ab 990 € — in 1-3 Wochen, DSGVO-konform, mit Ladezeit unter einer Sekunde. Unverbindlich anfragen →
Die versteckten Kosten, die niemand erwähnt
Die beworbenen Preise — egal ob “ab 15 €/Monat” oder “Festpreis 5.000 €” — zeigen nie das ganze Bild. Das hier kommt fast immer noch dazu:
Domain, Hosting, SSL — die kleinen Dauerläufer
- Domain: 10-20 €/Jahr (.de), 15-40 €/Jahr (.com, .eu)
- Hosting: 3-50 €/Monat, je nach Anbieter und Traffic
- SSL-Zertifikat: Heute meistens kostenlos (Let’s Encrypt), bei manchen Hostern noch 50 €/Jahr extra
Summe: 100-500 €/Jahr, die gerne “vergessen” werden.
E-Mail-Adresse mit Domain
info@deinefirma.de ist kein Luxus, sondern Standard. Wer mit mayerpaul@gmx.de auftritt, verliert Vertrauen. Kostet 2-10 €/Postfach/Monat (Mailbox.org, Google Workspace, Microsoft 365).
Wartungsvertrag
Bei Agenturen oft Pflicht: 100-500 €/Monat. Dafür werden WordPress-Plugins aktualisiert, Backups erstellt, kleine Änderungen gemacht. Bei statischen Seiten (Astro, Next.js) ist Wartung minimal — du kannst sie optional dazubuchen oder weglassen.
Plugin-Updates bei WordPress
WordPress lebt von Plugins. Und Plugins sind das Einfallstor für Hacker. Jedes Plugin muss regelmäßig aktualisiert werden. Macht das niemand, steht deine Seite innerhalb von Wochen im Google-Blacklist, weil sie Malware verbreitet. Deswegen ist die Wartung bei WordPress so wichtig — und so teuer.
Change Requests
“Könnt ihr mal schnell das Logo tauschen?” bei der Agentur: 2 Stunden à 120 € = 240 €. Bei einem Freelancer mit KI-Tools: 15 Minuten, oft im Support inklusive. Frag vorher, wie Nachbesserungen abgerechnet werden.
Content-Pflege
Neue Preise, neue Leistungen, neue Fotos von Projekten — das muss regelmäßig rein. Entweder du machst es selbst (kostet Zeit) oder du buchst Support-Stunden (30-120 €/Stunde).
DSGVO, Impressum, Datenschutzerklärung
- Mit Generator (eRecht24, Datenschutz-Generator): 0-20 €/Monat
- Mit Anwalt (individuell geprüft): 300-1.500 € einmalig
Wichtig: Der Generator ist Minimum, nicht Optimum. Wer Google Analytics, Facebook-Pixel, Chat-Widgets oder Buchungssysteme einbindet, braucht eine passende Datenschutzerklärung — sonst drohen Abmahnungen.
Wer besitzt den Code?
Das ist der unterschätzteste Punkt. Frag jeden Anbieter: “Bekomme ich Zugang zum Quellcode und Admin?” Bei Baukästen: nie. Bei Agenturen: teilweise (Kundenkonto), aber der Sourcecode bleibt oft beim Entwickler. Bei professionellen Freelancern: ja, du bekommst das komplette Git-Repository und kannst jederzeit zu jemand anderem wechseln.
Technologie und Preis — warum moderne Seiten heute günstiger sein können
Viele glauben, WordPress sei “Standard” und “sicher gewählt”. 2026 stimmt das nicht mehr.
WordPress vs. moderne statische Seiten (Astro, Next.js)
- WordPress läuft als PHP-Anwendung auf einem Webserver. Jeder Seitenaufruf generiert HTML live aus einer Datenbank. Das ist langsam, angreifbar und wartungsintensiv.
- Astro oder Next.js (SSG-Modus) generieren statisches HTML beim Bauen. Das Ergebnis sind reine HTML-Dateien, die von einem CDN wie Cloudflare ausgeliefert werden — ohne Datenbank, ohne PHP, ohne Plugin-Risiko.
Resultat: Ladezeit unter einer Sekunde, praktisch keine Wartung, keine Hacking-Gefahr. Und das zu vergleichbaren oder niedrigeren Preisen, weil der Entwickler keine Stunden mehr in Wartungs-Setup steckt.
Core Web Vitals und Google-Ranking
Google bewertet Websites seit 2021 nach drei harten Performance-Metriken: LCP (Ladezeit), INP (Reaktionsgeschwindigkeit auf Eingaben) und CLS (visuelle Stabilität). Wer diese Werte nicht trifft, verliert Ranking-Plätze. Eine Baukasten-Seite oder ein unoptimiertes WordPress mit 20 Plugins schafft die Werte fast nie.
Barrierefreiheit (BFSG)
Seit 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Für bestimmte Unternehmen (E-Commerce, Dienstleister über einer Umsatzgrenze) ist Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA verpflichtend. Nachrüsten kostet 500-3.000 €. Neu bauen mit Barrierefreiheit von Anfang an: 0-500 € Mehrpreis.
Wie KI die Preise verändert hat
KI-Tools (Claude Code, GitHub Copilot, Cursor) haben die Produktivität von guten Entwicklern um den Faktor 3-5 erhöht bei Standard-Aufgaben. Das heißt: Was früher drei Wochen dauerte, geht heute in einer Woche. Deshalb können ernsthafte Freelancer 2026 Preise anbieten, die vor 5 Jahren unmöglich waren.
Wichtig: Das funktioniert nur mit erfahrenen Entwicklern. KI verstärkt Können — sie ersetzt es nicht. Ein Anfänger mit KI baut schlechteren Code als vor drei Jahren, weil er die Fehler nicht mehr sieht.
Wie lange dauert eine Website?
Der dritte große Preisfaktor: Zeit.
- Baukasten (selbst): 1-5 Tage, wenn du zielstrebig arbeitest. Dafür mit Template-Ergebnis.
- Agentur: 3-6 Monate von Kickoff bis Launch. Viele Meetings, Freigaben, Teamabstimmung, Feedback-Schleifen.
- Freelancer mit KI: 1-3 Wochen. Weniger Meetings, direkte Kommunikation, schnelle Iteration.
- Freelancer ohne KI: 3-8 Wochen. Normales Handwerk ohne Maschinenhilfe.
Wann kommen die ersten Anfragen?
Die Seite online zu haben ist nicht das Ziel — Kunden zu gewinnen ist das Ziel. Realistisch:
- Direkt nach Launch: Wenn du die URL auf Visitenkarten, Autos, Rechnungen druckst — ja, ab Tag 1.
- Über Google: 2-6 Monate, bis die Seite indexiert ist und erste Rankings aufbaut. Bei lokaler Suche (Handwerker in deiner Stadt) oft schneller, bei umkämpften Begriffen länger.
- Über Google Ads: Innerhalb von Tagen — wenn du Budget einsetzt.
Rechnet sich eine Website überhaupt?
Ein Rechenbeispiel für einen Handwerker:
- Investition: 2.000 € einmalig für die Website
- Zusätzliche Anfragen: realistisch 2-4 neue Anfragen pro Monat (bei ordentlicher lokaler SEO-Grundlage)
- Abschlussquote: ca. 40 % aus qualifizierten Anfragen
- Durchschnittlicher Auftragswert: 3.000 € (Malerarbeiten, Elektro-Sanierung, Heizungs-Check)
Also: 2-4 Anfragen × 40 % = 1-2 neue Aufträge/Monat × 3.000 € = 3.000-6.000 €/Monat zusätzlich. Die Website amortisiert sich im ersten Monat.
Diese Rechnung funktioniert nur, wenn die Seite tatsächlich bei Google gefunden wird. Eine technisch kaputte Seite (Baukasten, WordPress ohne SEO-Setup) erreicht diese Werte nicht.
Website vs. Google Ads
Google Ads liefert Klicks sofort — aber du bezahlst jeden einzelnen. Der durchschnittliche Klick-Preis für Handwerks-Keywords liegt 2026 bei 3-12 €. Bei 500 Klicks im Monat sind das 1.500-6.000 € Werbekosten. Jeden Monat. Die organische Website zahlt sich einmal und arbeitet dann jahrelang.
Gute Kombination: Website für organischen Langzeitaufbau, Ads für schnellen Kickstart in den ersten 6 Monaten.
Website vs. Social Media
Beide zusammen, nicht eins statt das andere. Social Media baut Beziehung und Sichtbarkeit auf, die Website konvertiert zu Aufträgen. Mehr dazu im Artikel Website oder Social Media — was brauchst du wirklich?.
Konkretes Angebot für dein Projekt: 15-Minuten-Gespräch vereinbaren. Keine Verkaufspräsentation, keine versteckten Kosten — nur eine ehrliche Einschätzung.
Woran erkennst du einen fairen Preis? Rote und grüne Flaggen
Rote Flaggen (Vorsicht)
- Festpreis ohne Briefing-Gespräch — wer pauschal “Website ab 499 €” ohne Fragen zu deinem Business anbietet, liefert Template-Massenware.
- Monatliche Pflicht-Abos über 3+ Jahre Laufzeit — Lock-in-Falle. Seriöse Anbieter arbeiten mit Festpreisen oder kündbaren Wartungsverträgen.
- “SEO-Garantie Top-1 bei Google” — unseriös. Niemand kann das garantieren, weil Google niemandem eine Platzierung verkauft.
- Code, den du nie zu sehen bekommst — wenn du nicht ins Git-Repository darfst, bist du abhängig.
- Keine Referenzen, keine Live-Beispiele — vorsichtig sein.
- Zahlung nur per Vorkasse ohne Vertrag — niemals machen.
Grüne Flaggen (seriös)
- Schriftliches Briefing vor Angebot — der Anbieter will verstehen, was du brauchst.
- Festpreis nach Umfangsgespräch mit klarer Leistungsabgrenzung.
- Zugang zum Code und zu allen Accounts (Domain, Hosting, Git-Repository).
- Referenzen mit Live-URLs, die du prüfen kannst — wie unser Portfolio abgeschlossener Projekte mit Ladezeiten und Technologie-Stack pro Fall.
- Transparente Wartungsoptionen — optional, nicht verpflichtend.
- Meilenstein-Zahlung statt Komplett-Vorkasse (z. B. 50 % bei Start, 50 % bei Abnahme).
Was in jedem Vertrag stehen muss
Fehlt einer der folgenden Punkte im Angebot oder Vertrag — nachverhandeln, bevor du unterschreibst.
| Vertragspunkt | Was geregelt wird | Warum wichtig |
|---|---|---|
| Leistungsumfang | Konkrete Seiten, Abschnitte, Funktionen (z. B. “5 Seiten, Kontaktformular, Blog mit 3 Kategorien”) | Verhindert “das war so nicht abgesprochen”-Streits mitten im Projekt |
| Korrekturrunden | Wie viele Feedback-Schleifen inklusive sind (typisch: 2-3) | Zusätzliche Runden werden oft mit 80-120 €/Stunde berechnet |
| Lieferdatum | Konkretes Launch-Datum oder Meilenstein-Plan | Ohne Termin kann aus “nächsten Monat” schnell ein halbes Jahr werden |
| Nachtrags-Preise | Stundensatz oder Festpreis für Arbeiten außerhalb des Umfangs | Schützt vor Überraschungs-Rechnungen für kleine Änderungen |
| Code-Eigentum | Wem gehört das Git-Repository nach dem Launch | Entscheidet, ob du später den Anbieter wechseln kannst |
| Design-Dateien | Eigentum an Figma-Dateien, Logos, Illustrationen | Gleiches Thema wie Code — sonst Lock-in-Risiko |
| Content-Lieferung | Wer liefert Texte und Bilder bis wann | Fehlender Content ist Verzögerungsgrund Nr. 1 |
| Zahlungsplan | 50/50, 30/40/30, monatlich — schriftlich fixiert | Schützt beide Seiten; Komplett-Vorkasse vermeiden |
| Abbruch-Klausel | Was passiert bei vorzeitigem Projektstopp | Faire Regelung: bis dahin geleistete Arbeit + kleiner Puffer |
Was kostet eine Website bei Lomageek?
Transparent und ehrlich:
- Landing Page (1 Seite): ab 990 € — für den schnellen Start, Kampagnen, Selbstständige
- Business Website (bis 5 Seiten): ab 2.490 € — das Komplettpaket für Handwerk und Dienstleistung
- Premium Website (bis 10 Seiten): ab 4.490 € — inklusive Blog, Animationen, Integrationen
Alle Preise einmalig. Kein Abo. Kein Lock-in.
Im Preis enthalten: Konzept, individuelles Design, Entwicklung mit Astro (Ladezeit unter einer Sekunde), DSGVO-konforme Umsetzung, Impressum und Datenschutz-Generator-Setup, Kontaktformular, SEO-Basis, 2 Korrekturrunden, Übergabe inklusive Git-Repository.
Optional: KI-Chat-Widget ab 149 €/Monat, Wartung ab 49 €/Monat, Google-Analytics-Setup, weitere Sprachen.
Lieferzeit: 1-3 Wochen, je nach Umfang und deiner Mitwirkung bei Texten und Bildern.
Mehr Details zum Leistungsumfang: Pakete ansehen → · Beispiele abgeschlossener Projekte: Portfolio
Die ehrliche Rechnung auf 3 Jahre
Was kostet jede Option wirklich über 36 Monate?
| Baukasten (Wix Premium) | Agentur + Wartung | Lomageek (Business) | |
|---|---|---|---|
| Einmalig | 0 € | 8.000 € | 2.490 € |
| Monatlich | 25 € × 36 = 900 € | 200 € × 36 = 7.200 € | 0 € (optional 49 €/Monat) |
| Extra-Kosten | Premium-Template 120 €, Plugins 400 €, Domain 60 € | Change Requests ~1.500 €, Extensions 500 € | Domain 60 €, Hosting 180 € |
| Gesamt nach 3 Jahren | 1.480 € | 17.200 € | 2.730 € |
| Ladezeit | 3-5 Sekunden | 2-4 Sekunden | unter 1 Sekunde |
| Eigentum am Code | Nein | Teilweise | Ja |
| Abhängigkeit | Total vom Anbieter | Vom Wartungsvertrag | Keine |
Der Baukasten wirkt günstig, ist aber nach drei Jahren teurer als die professionelle Lösung — bei deutlich schlechterem Ergebnis. Die Agentur ist ihren Preis in vielen Fällen nicht wert, wenn dein Projekt nicht wirklich groß ist.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich eine Website komplett kostenlos bekommen?
Nur mit großen Kompromissen. Kostenlose Baukasten-Tarife haben Werbung, Drittanbieter-Subdomains (meinefirma.wix.com) und keine eigene Domain. Für ein ernsthaftes Business ungeeignet. Minimum für eine seriöse Präsenz: 100-200 €/Jahr für Domain + Hosting + Basis-Setup.
Was kostet Website-Betreuung pro Monat? Bei Baukästen: inklusive, aber eingeschränkt. Bei Agenturen: 100-500 €/Monat. Bei modernen statischen Seiten: optional ab 49 €/Monat, oft auch gar nicht nötig.
Ist WordPress noch zeitgemäß in 2026? Für Blog-lastige Projekte mit 50+ Redakteuren: ja. Für Unternehmensseiten, Handwerker und Selbstständige: meistens nein. Astro, Next.js und Vergleichbares sind schneller, sicherer und günstiger in der Wartung.
Brauche ich eine App oder reicht eine Website? Eine Website reicht in 95 % aller Fälle. Apps kosten ab 30.000 € aufwärts und müssen zusätzlich in App Store und Play Store gepflegt werden. Nur sinnvoll, wenn Push-Benachrichtigungen, Offline-Funktionen oder komplexe Interaktionen zentral sind.
Wie viel sollte ein Handwerker für seine Website ausgeben? Realistisch 1.500-3.500 € für eine Unternehmenswebsite mit 5-7 Seiten, lokaler SEO-Grundlage und Google-Maps-Einbindung. Weniger als 990 € ist meistens Template-Massenware, mehr als 5.000 € ist für Handwerks-Betriebe selten gerechtfertigt.
Kann ich meine Wix- oder Jimdo-Seite später zu einer richtigen Website migrieren? Der Content (Texte, Bilder) lässt sich manuell übertragen — das Design-System, die Seitenstruktur und die internen Verlinkungen müssen neu aufgebaut werden. Rechne mit dem Aufwand einer Neuerstellung plus einem Content-Import-Tag.
Wie erkenne ich, ob der Preis fair ist? Mehrere Angebote einholen, Leistungsumfänge vergleichen (nicht nur Endpreise), Referenzen prüfen, Gespräch mit dem Entwickler direkt führen (nicht nur mit dem Vertrieb). Faire Anbieter erklären dir transparent, was du für welchen Preis bekommst.
Was kostet eine mehrsprachige Website zusätzlich? Rechne 30-50 % Aufpreis für die zweite Sprache (Struktur, hreflang, Übersetzungen). Weitere Sprachen skalieren flacher, weil das System einmal steht.
Fazit
Der günstigste Preis ist selten der niedrigste. Ein Baukasten für 15 €/Monat, der keine Anfragen bringt, ist teurer als eine Website für 2.490 €, die jeden Monat zwei neue Kunden liefert. Eine Agentur für 18.000 €, bei der du auf Teammitglieder wartest, kann gleichzeitig die falsche Wahl sein, wenn dein Projekt klein ist.
Die richtige Frage ist nicht “Was kostet eine Website?”, sondern “Was kostet es mich, keine gute Website zu haben?”. Die Antwort ist meistens: viel mehr, als eine gute Seite jemals kosten würde.
Wenn du konkret wissen willst, was deine Website kosten würde: Schreib mir, und ich gebe dir in 15 Minuten eine ehrliche Einschätzung — ohne Verkaufspräsentation, ohne versteckte Folgekosten.
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